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Kommunalwahl 2020 in Rheinberg: Der Wahlkampf zieht vorbei

Kommunalwahl in Rheinberg : Der Wahlkampf zieht vorbei

Es ist merkwürdig mit dem Kommunalwahlkampf. Irgendwie ist er präsent, aber irgendwie zieht er an uns vorbei. Man hört von Video-Botschaften, Twitter, Facebook und Instagram. Aber live und in Farbe ist von den Parteien und ihren Bürgermeisterkandidaten wenig zu sehen.

Beispiel Rheinberg: Die CDU hat immerhin das Bürgermeister-Thema erledigt. Aber Inhalte? Noch nicht viel zu hören. Für die SPD stellt sich die Bürgermeisterfrage nicht mehr. Stattdessen will sie sich mit einem jugendlichen Personal für den Stadtrat profilieren. Da könnte noch was gehen. Bei den Grünen wurde der Wahlkampf vielversprechend eröffnet. Aber seitdem passiert nichts mehr. Schade, Bürgermeisteranwärter Dietmar Heyde sollte sich mehr einmischen und bissiger sein. Er kann’s doch. Unterdessen ackert die FDP meist in der virtuellen Welt des Internets. Immerhin: Ihr Bürgermeisterkandidat Rainer Mull kennt das kommunalpolitische Geschäft aus dem echten Leben. Die Linken, seit 2014 farblos im Rat, wählen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre Kandidaten. Währenddessen sammelt „Die Partei“ fleißig Unterstützerunterschriften für ihren Bürgermeisterkandidaten Renan Cengiz. Und dann die AfD, die offenbar ins Stadtparlament einziehen möchte. Die Wahlunterlagen haben sich die Rechten im Stadthaus abgeholt. Aber bisher noch nicht zurückgebracht. Und Einzelkämpfer Frank Tatzel? Der will eine Runde als Bürgermeister dranhängen. Sein Programm passt auf einen Bierdeckel. Macht er Wahlkampf? Gespräche auf Wochenmärkten will er führen. Wenn das mal ausreicht.

Uwe Plien

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