Kommentar zur Bürgermeisterkandidatur von Timo Aldenhoff in Alpen

Kommentar zu Bürgermeisterkandidat Aldenhoff : Ein kluger Schachzug

Trotz der Favoritenrolle von Thomas Ahls dürfte der Kommunalwahlkampf mit Timo Aldenhoff als Bürgermeisterkandidat interessant werden.

Für wahr: Thomas Ahls trägt den ihm von seinen Alpener CDU-Parteifreunden bei dessen Kür zum erneuten Bürgermeisterkandiaten selbstbewusst als Marke mit auf den Weg gegeben Titel Platzhirsch zu Recht. Der Amtsinhaber hat 2014 mit mehr als 60 Prozent Maßstäbe gesetzt und genießt weiter hohes Ansehen. So ist nicht ernsthaft davon auszugehen, dass der Wähler ihn im Herbst vom Thron stürzt.

Der SPD aber ist ein Coup gelungen, den ihr nur wenige zugetraut hätten. Sie hat mit Timo Aldenhoff einen aufs Schild gehoben, der aufhorchen lässt. Jung, unverbraucht, mit Alpen vertraut, vor Ort bestens vernetzt, beruflich erfolgreich, ein unabhängiger politischer Kopf und von vielen geschätzt. Wer auch von der CDU und von den Grünen umworben war, muss Qualitäten haben. Dass die Genossen ihn ohne rotes Parteibuch ins Rennen gehen lassen, ist klug in Zeiten, in denen die SPD in der Wählergunst eher abgeschlagen im Schatten steht. Diese Hypothek muss Timo Alenhoff nicht schultern.

Die Reaktionen im politischen Alpen zeigen, dass man ihm und seiner durchaus mutigen Entscheidung parteiübergreifend mit Respekt begegnet. Auch in der CDU. Mit diesem Kandidaten, bei allem Respekt vor Moritz Vochtel, den Kandidaten der FDP, wird der Bürgermeisterwahlkampf in Alpen kein müder Wettlauf, dessen Ausgang längst feststeht und sich Anstrengung kaum lohnt. Wenn nun auch die Grünen noch jemanden finden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es am Ende sogar ein Stechen gibt. Gewonnen hat die Demokratie. Jetzt schon.


Bernfried Paus

Ihre Meinung? Scheiben Sie mir! bernfried.paus@rheinische-post.de