Kommentar zu fehlenden Kandidaten für Kommunalwahl 2020 in Rheinberg

Kommunalwahl 2020 : Wer will Rheinbergs Bürgermeister sein?

Im September ist Kommunalwahl. Überall werden die Bürgermeister-Kandidaten präsentiert. Nur in Rheinberg tut sich bisher noch nichts.

Jetzt also auch Heiko Schmidt. Der Sonsbecker Bürgermeister, seit 2014 im Amt, möchte der erste Bürger bleiben. Seine Partei, die CDU, stärkt ihm den Rücken, in Sonsbeck ist von Differenzen nichts zu spüren. Anders in Xanten, da flogen monatelang die Fetzen in der Politik. Bürgermeister Thomas Görtz haderte mit Teilen der CDU, die Partei mit ihm, aber: Görtz geht wieder ins Rennen – im Auftrag der CDU. Mit Rainer Groß hat er bisher einen (inzwischen parteilosen) Herausforderer.

Auch in Alpen ist Bewegung im Bürgermeister-Spiel. Amtsinhaber Thomas Ahls kandidiert zum vierten Mal, SPD und FDP stellen ebenfalls Bewerber und sind fleißig dabei, diese bekannt zu machen. Und in Rheinberg? Still ruht der See. Es gilt als sicher, dass Frank Tatzel für eine zweite Amtszeit kandidiert. Verkündet hat er das bisher nicht. Auch die CDU hält sich bedeckt. Tatzel ist 2015 als Parteiloser von der CDU aufgestellt worden. Nach seiner Wahl hat er es nicht ausgeschlossen, vor einer möglichen Wiederwahl CDU-Mitglied zu werden. Gut möglich also, dass hinter den Kulissen mit dem Parteibuch gewedelt wird. Dann hätte Tatzel das Geschehen nicht mehr allein in der Hand. Bis jetzt kann er sich entspannt zurücklehnen und Däumchen drehen. Herausforderer sind nicht in Sicht. Die SPD hat (noch) niemanden. Die Grünen hatten mindestens zwei Kandidaten aus den eigenen Reihen im Blick. Doch die haben abgewinkt. Sollte es etwa darauf hinauslaufen, dass Tatzel allein in den Ring steigt? Es wird Zeit, dass das politische Rheinberg aus dem Tiefschlaf erwacht.

Uwe Plien

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