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Kommentar: Die Awo-Pleite droht sich zu wederholen

Bauvorhaben in Rheinberg : Die Awo-Pleite droht sich zu wiederholen

Die KWW-Gesellschafterversammlung hat den Kauf eines Grundstücks der Stadt Rheinberg für den Neubau einer Zentrale für das Kommunale Wasserwerk zunächst auf Dezember vertagt. Anwohner hatten einen offenen Brief geschickt.

Es beginnt so ähnlich wie vor fünf Jahren bei der Planung des Verwaltungsgebäudes für den Awo-Kreisverband an der Ritterstraße/Kurfürstenstraße. Damals wurde ein Haus von nicht unerheblicher Größe in einem sensiblen Umfeld der Stadt geplant. Als die Anwohner davon erfuhren, gab es einen riesigen Aufschrei und es wurde der Vorwurf laut, die Stadt plane intransparent an ihren Bürgern vorbei. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet und letztlich musste der Verkauf des Grundstücks rückabgewickelt werden. Dieses Politikum beschäftigte die Stadt monatelang, der Imageschaden für die Verwaltung war groß und der Tenor eindeutig: So etwas darf sich nie mehr wiederholen. Genau das scheint aber jetzt an der Wallstege zu passieren. Ein ähnlicher Vorgang. Es droht eine neue Awo-Pleite. Das alles kurz vor der Stichwahl der Bürgermeisterkandidaten und mitten im Wahlkampf, in dem von morgens bis abends an jeder Ecke die Bedeutung von Bürgernähe gepredigt wird. Es ist nicht zu fassen. up