Rheinberg: König nach 213 Schüssen

Rheinberg : König nach 213 Schüssen

Die Königsaspiranten Dirk Broda und Wolfgang Dröttboom machten es beim Königsschießen der Ossenberger Schützen ganz schon spannend: Schon nach dem dritten Schuss fiel Holz.

Nach zwei Stunden erbitterten Wettkampfs war nicht mehr viel vom Königsvogel übrig. Letztlich behauptete sich Dirk Broda an der Armbrust und holte um 20.02 Uhr mit dem 213 Schuss den letzten Splitter des Königsvogels herunter. Zur Königin wählte er seine Ehefrau Birgit Adolf-Broda.

Gegönnt wäre der Sieg beiden. "Wir sind wirklich froh, dass sich zwei Aspiranten gemeldet haben", bemerkte der 2. Präsident und Festmoderator Richard Pleines. Es sei zwar schwierig, wie in allen Vereinen, dennoch gab es noch kein Jahr, in dem wir keinen König hatten", sagte Schriftführer Bernward Wissenberg.

Auch Dirk Broda und Wolfgang Dröttboom mussten sich nicht lange bitten lassen: Gleich nach dem traditionellen Aufruf traten sie selbstbewusst hervor. Wolfgang Dröttboom schon zum dritten Mal, während sein Kontrahent zum ersten Mal die Königswürde anvisierte.

Neben Ehefrau und Königin Brigitte Adolf-Broda stehen dem neuen König die Ministerpaare Dirk Hackstein und Birgit Sprick, Marc und Elke Siepen, Gerhard und Renate Osterman sowie Manfred Weyhofen-Brahm und Marion Nettesheim zur Seite. Der Thron wird heute nach einem Umzug durch das Dorf beim Krönungsball offiziell ins Amt gehoben.

Ossenbergs Schützen freuen sich noch über einen weiteren Würdenträger. Sie traten zum alle fünf Jahre (nun alle sechs Jahre) stattfindenden Kaiserschießen an, wobei alle ehemaligen Ossenberger Schützenkönige um die Kaiserwürde wettstreiten. Unter den zwölf Aspiranten setzte sich Dirk Hackstein (1990-1992 König) durch.

(beaw)
Mehr von RP ONLINE