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Klimaschutz: Enttäuschender Auftritt des Niag-Chefs

Wochenkommentar : Enttäuschender Auftritt des Niag-Chefs

Auf die Frage, wie die Verkehrsbetriebe ihre Busflotte modernisieren wollen, hatte Niag-Chef Peter Giesen keine Antwort parat.

Die Klimaschutzdebatte beherrscht die öffentliche Diskussion. „Fridays-for-Future“-Demos von überwiegend jungen Leuten, Kohleausstieg und CO2-Ausstoß-Begrenzung, Diesel-Betrügereien in der Automobilindustrie und das Ziel, Verbrennungsmotoren schnellstmöglich auszumustern und auf alternative Antriebsarten wie Elektromotoren umzusatteln.

Diese Themen betreffen natürlich auch die Menschen am Niederrhein. In dieser Woche wurde in Rheinberg diskutiert. Nach zweieinhalb Jahren, muss man sagen. Denn so lange ist es her, dass die Grünen einen Antrag gestellt haben. Wie denn die Niag-Verkehrsbetriebe ihre Dieselbus-Flotte zu modernisieren gedenken, lautete die Frage.

Niag-Chef Peter Giesen referierte persönlich im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Wer nun aber damit rechnete, ein fertiges Konzept, eine Perspektive oder wenigstens eine Idee präsentiert zu bekommen, sah sich enttäuscht. Giesen hatte nichts Konkretes vorzustellen außer der bekannten Tatsache, dass der ÖPNV-Anbieter für den Kreis Wesel seine Dieselbus-Flotte nach und nach auf Euro-Norm-6 umstellt. Rund zehn Fahrzeuge pro Jahr.

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Aber das war nicht das, was die Politiker hören wollten – weder die in Rheinberg, noch in den zwölf anderen Kommunen des Kreises. Wo will die Niag hin? Will sie Hybrid-Busse haben, die zumindest in dicht bebauten Innenstädten auf umweltschonenden Elektrobetrieb umschalten können? Will sie ihre Wagen mit Gas fahren lassen? Oder mit Wasserstoff?

Statt Zahlen, Fakten und Ziele zu benennen, beklagte Vorstand Giesen nicht ausgereifte Antriebstechniken, fehlende Finanzierungssicherheit und keinen aus dem Nahverkehrskonzept des Kreises abzulesenden Auftrag. Das war schwach, das war enttäuschend, das war nicht im Ansatz das, was die Grünen mit ihrem Antrag erreichen wollten. Von der Niag muss zu diesem Thema deutlich mehr kommen.