Klasse Leistungen bei Rheinberger Stadtmeisterschaften im Gardetanz

Karneval in Rheinberg : Meistertänze und berührende Momente

Bei den Stadtmeisterschaften der Gardetanzgruppen belegten die Teilnehmer, dass man sich in Rheinberg um den närrischen Nachwuchs keine großen Sorgen machen muss. Solotänzerin Laudana Backhaus verteidigt ihren Pokal.

Zu den 11. Stadtmeisterschaften im Gardetanz fanden sich am Samstagnachmittag elf Formationen aus Borth, Millingen, Orsoy und Rheinberg, einige Hundert Mitglieder der vier Rheinberger Karnevalsgesellschaften sowie viele weitere Gäste im Stadthaus ein. In vier Kategorien traten die Tanzgruppen gegeneinander an.

In der Klasse der Bambini gingen die Goldlöckchen von der Karnevalsgesellschaft Rhinberkse Jonges, die Ossenberger Minigarde von der Karnevalsgesellschaft KAG Ossenberg und die Lollipops vom 1. OKK aus Orsoy an den Start. Bei den Minigarden wirbelten die Red Angel vom KAG Ossenberg, die Fünkchen von den Rhinberkse Jonges, die Piccolinos vom 1. OKK und die Borther Funken von der 1. Karnevalsgemeinschaft (KG) Rot-Weiß Borth. Als Mittlere Garden erklommen La Luna vom KAG Ossenberg und die Große Garde das 1. OKK die Bühne. Die Red Diamonds vom KAG Ossenberg und die Berka Mädels von den Rhinberkse Jonges zogen als Große Garden in die Meisterschaft.

Auch die noch sehr jungen Tanzmäuse der Rhinberkse Jonges, die Solo-Tänzerinnen Laudana Backhaus und Laura Görlitz sowie das Gardetanzpaar Laudana Backhaus und Justin Groco wurden von den Moderatoren Clemens Sprünken und Normen Gvolizsch, Präsident und Vizepräsident des Millinger Elferrats, unter großem Beifall auf die Bühne gebeten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Martina Thiemann und Paul van Holt, die die Rheinberger Stadtmeisterschaft im Gardetanz vor elf Jahren ins Leben gerufen hatten. Ihnen zur Seite standen Hans-Theo Mennicken als Schirmherr der Meisterschaft und sowie Bürgermeister Frank Tatzel.

Mit dem Titel „Wir fiere et leeve“ von der zurzeit sehr angesagten Kölschen Band Cat Balou begann der Wettstreit der Bambini-Gruppen. Auch die Minigarden traten gegeneinander an, bevor die Prinzen aller Gesellschaften mit ihrem Gefolge die Bühne prachtvoll füllten. Die Stimmung im Saal hatte mit diesem Auftritt gewiss einen ihrer Höhepunkte. Einzug und Ausmarsch der Mittleren und Großen Garden – wobei wiederholt die Rheinberger Karnevalshymne eingespielt wurde – gehörten ebenfalls zu den begeisternden Momenten.

Als Bewertungskriterien bei dem Wettbewerb galten unter anderem das Outfit, die Synchronität und der Schwierigkeitsgrad wie etwa Schrittvielfalt und besondere Figuren wie Radschläge – ein Anforderungsprofil, das auch die jüngsten Tänzerinnen schon ihrem Trainingsstand entsprechend gut erfüllten. Als Überraschung erlebten die Gäste den gemeinsamen Auftritt der Oschauer Funken und der Lill’Okis. Nur knapp sechs Wochen hatten die jungen Damen mit Trainerin Wibke Gappel miteinander geprobt.

Eine Schweigeminute zum Gedenken an den jüngst verstorbenen Elferrat Stefan Cornelissen war der berührendste Moment der Veranstaltung. Auch als Martina Thiemann und Paul van Holt am Ende der Veranstaltung ihren Abschied aus ihrem Amt bekanntgaben, wurde es noch mal emotional.

Umjubelt waren die Sieger-Tanzgarden. Bei den Bambini durften alle vier Garden schöne „Sieger“-Urkunden in Empfang nehmen. Bei den Minis siegten die Red Angel, bei den Mittleren Garden belegten die La Lunas Platz eins. Bei der Großen Garde lagen die Red Diamonds vorn. Den von Bürgermeister Frank Tatzel im vorigen Jahr gestifteten Wanderpokal durfte Solotänzerin Laudana Backhaus ein zweites Mal entgegennehmen.

Zu den Preisverleihern zählten neben Prinzen und Prinzessinnen auch die Jurymitglieder und Norbert Kubik sowie Frank-Rainer Laake vom Vorstand der Sparkasse am Niederrhein. Ihnen und allen anderen Sponsoren sprach der Präsident seinen Dank aus.

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