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Rheinberg: Kinder werden zu kleinen Stars

Rheinberg : Kinder werden zu kleinen Stars

Der BDKJ-Stadtverband hat am Schulstandort Grote Gert am Annaberg zusammen mit dem "Circus Soluna" ein Mitmachzirkusprojekt realisiert. Begeisterung bei den beiden Aufführungen.

Eine Stunde vor dem großen Auftritt gibt es noch eine letzte Einweisung in den Ablauf. Die Akrobaten machen den Anfang, dann die Jongleure, die Zauberer, zwischendurch die Clowns. Jacky Möller kann sicher sein, dass rund 60 Augenpaare gebannt an ihren Lippen hingen. Bald wird die Vorstellung beginnen, in einem voll besetzten Zelt mit Eltern, Großeltern und anderen Verwandten.

Es ist Zirkuszeit auf der Wiese am Grundschulstandort Grote Gert, organisiert von den Vereinen, die dem Rheinberger Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) angehören. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren konnten mitmachen und zweieinhalb Tage lang Manegenluft schnuppern. Am Freitagvormittag hatte für die Nachwuchsartisten das kleine Abenteuer mit verschiedenen Workshops begonnen. Übernachtet wurde in Zelten der Pfadfinder. "Es ist eine schöne Atmosphäre, um die Gemeinschaft zu festigen", erzählt Saskia Hußmann vom Pfadfinder-Vorstand.

Zwei kurze Nächte

Die beiden Nächte bis zu den zwei Vorstellungen am Sonntag waren kurz; freitags gab es Lagerfeuer mit Stockbrot und am Samstag im Zelt das Länderspiel gegen Portugal. Die Volksbank hatte das Lager gesponsert, nicht nur mit Geld: Für einen Tag hatten Mitarbeiter der Bank ihren Schreibtisch gegen Aufbauarbeit eingetauscht.

  • Fotos : Kunststücke im Mitmachzirkus des BDKJ
  • Pastor Günter Hoebertz und Heike Gellings
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Der große Moment rückt näher. Leonie Steinhaus ist noch ruhig, als sie bei der Kostümausgabe Schlange steht. Zu einer Artistin gehört ein angemessenes Kostüm. Also zieht sie einen roten Glitzerpulli an und gürtet in der Hüfte ein blaues Band. "Aber bitte nicht essen", ermahnt Jacky Möller noch ihre Schützlinge, auch wenn es an den diversen Ständen auf der Wiese ein verlockendes Angebot an Kuchen und Gegrilltem gibt. Erwartungsvoll steht Familie Steinhaus vor dem Zelt; was sie in den nächsten Minuten dort erwartet, weiß sie noch nicht. Vater Christian prophezeit einen Auftritt seiner zehnjährigen Tochter als Seiltänzerin.

In der Tat: Leonie hat sich wirklich für einen Gang auf dem wackligen Stahlseil, etwa 1,50 Meter hoch, entschieden. Langsam setzt sie Fuß auf Fuß nach vorne, nur aus Sicherheitsgründen von einer Betreuerin leicht an einer Hand geführt. Nach etwa drei Metern bleibt sie stehen und streckt das rechte Bein soweit hoch, dass sie den Knöchel mit der Hand umfassen kann. Donnernder Applaus ist der Lohn, den sie und die vielen anderen kleinen Artistenfreunde an diesem Nachmittag für ihre Darbietungen ernten können.

Das stärkt das Selbstvertrauen

Das Ziel, die Kinder neue Erfahrungen machen zu lassen, ist erreicht. "Mit diesem Workshop sollen Kinder neue Talente in sich entdecken", so Pastoralreferent Werner Koschinski. Katja Sittinger vom Circus Soluna ergänzt: "Auch schüchterne Kinder können ein besonderes Erlebnis mitnehmen. Das stärkt das Selbstvertrauen."

(kump)