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Kiesgegner aus Alpen-Drüpt gründen eine Bürgerinitiative.

Bürgerinitiative gegründet : Drüpter Kiesgegner bündeln ihren Widerstand

Rund 50 Leute gründen in Alpen eine Bürgerinitiative. Darunter auch besorgte Menschen aus Sonsbeck und von der Bönninghardt.

Der Kampf gegen Kiesabbau geht weiter. Knapp zwei Wochen nach Ablauf der Eingabefrist für den Entwurf des Regionalplans Ruhr haben sich rund 50 Kiesgegner aus Drüpt und Millingen am Mittwochabend im Hotel Burgschänke in Alpen als Bürgerinitiative formiert. Neben Vertretern von CDU, Grünen und FDP haben sich auch Interessierte aus der Bönninghardt und Sonsbeck in die Gründerliste eingetragen, berichtete Denise Cleve. Sie gehört mit Marion Böhnke, Stefanie und Matthias Schustik, Ellen und Werner Verhoeven sowie Fine Schwäger zum Sprecherkreis an der Spitze der neuen Initiative.

Nachdem vor wenigen Wochen vor Ort angekommen war, dass in Drüpt und Millingen mehr als 90 Hektar Fläche zur Kiesabgrabung ausgewiesen und zudem 40 Hektar für Gewerbe verplant werden sollen, war der Protest von Tag zu Tag lauter geworden. 900 Eingaben habe man noch am letzten Tag vor Ablauf der Frist beim Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen persönlich übergeben, so Denise Cleve. Sie schätzt, dass deutlich mehr als 2000 kritische Eingaben gemacht worden sind.

Aber längst richtet sich der Blick der Kiesgegner, die sich intensiv in die schwierige Materie eingearbeitet haben, in Richtung Düsseldorf. Der Landtag will noch vor der Sommerpause den übergeordneten Gebietsentwicklungsplan (GEP) auf den Weg bringen. „Wenn damit das Entfesselungspaket aufgeschnürt wird, dann gute Nacht Niederrhein“, so Cleve. Dann dürfe, so ihre Befürchtung, künftig überall abgegraben werden, wo Kies vorkommt. Allein in Alpen seien noch 350 Hektar Kieslagerstätten im Fokus.

Deshalb, so Cleve weiter, wolle man im Mai, wenn in Düsseldorf der GEP auf der Tagesordnung stehe, dort den zehn Jahre alten „Niederrheinappell“ wieder ins Spiel bringen. Der sei weiter aktuell, weil der eine neue Definition für Bedarfsdeckung verlange. „Es kann nicht sein, dass die Kiesindustrie den Bedarf vorgibt, der sich dann weit über unsere Region erstreckt und Export meint“, so die Initiatorin.

Am Sonntag gebe es ein nicht öffentliches Arbeitstreffen mit Vertretern von knapp einem Dutzend Antikies-Initiativen vom Niederrhein im Amaliencafé in Alpen. Hier will man den Schulterschluss einüben.

Kontakt ist per E-Mail an kiesabbau-alpen@gmx.de möglich.