Karneval in Rheinberg: Ossenberger feiern Büttensitzung

Karneval in Rheinberg : Zwei Publikumslieblinge verabschieden sich

In der fünften Jahreszeit lassen es die Ossenberger ordentlich krachen. So auch bei der Büttensitzung im Sportcenter, wo der KAG Ossenberg mit einem abwechslungsreichen Programm für Kurzweil am Nachmittag mit Kaffeetafel sorgte.

Die Berkas stimmten mit Schunkelliedern auf die Sitzung ein. Sitzungspräsident Michael Nagel begrüßte zuvor die Aktiven, Kinderprinzessin Mona I. und Prinz Kai I. sowie das Publikum. Die Ossenberger Tanzgarde Red Diamonds startete in den Nachmittag.

Gleich zwei Abschiede standen im Mittelpunkt. Elena Otto beendet ihre Tanzkarriere als Solomariechen. 16 Jahre lang tanzte die heute 21-Jährige. Für Furore sorgte sie, als sie erstmals den Stadtmeister-Titel nach Ossenberg holte. „Erst habe ich in der Garde getanzt, dann als Solomariechen“, so Otto über ihre KAG-Tanzkarriere. Mit ihrem ausdrucksstarken Tanz inklusive der akrobatischen Elemente hat sie ihr Publikum begeistert. Tränen flossen, als zum Schluss alle Tanzabteilungen mit ihr gemeinsam zum Abschied auf der Bühne standen. „Am Tanz hängt mein Herz“, sagte Otto. Der Applaus nach ihrem letzten Auftritt wollte nicht enden.

Kleiner Trost: Sie bleibt als Trainerin aktiv und gibt ihre geballte Erfahrung an die Jugend weiter. Und vielleicht, so die Hoffnung von Sitzungspräsident und Präsident Andreas Hupe, gibt es ein Wiedersehen mit Otto als Prinzessin. Auch für „de lieve Jong“ (Ludger Opgenorth) erklang zum letzten Mal der Büttenmarsch vor dem Auftritt. Er verabschiedete sich ebenfalls von der Bütt. Doch vorher blühte er in bekannt derb-herber Weise auf. Die Frau, das bekannte Wesen, lieferte ihm wieder genügend Gesprächsstoff. Gemeinsam mit Hermann Terwiel servierte er im Anschluss als „Zwei Schlawiner“ einen Nachschlag. Das Publikum amüsierte sich wie auch mit Bauchredner Joachim Kirchhoff und seiner Vogelhandpuppe. Die Tanzdarbietungen der Black Cherrys, einer Showtanzformation mit Tänzerinnen der Gruppen La Luna und Red Diamonds, kamen bestens an. 18 Mädchen von zehn bis 16 Jahren gehören der Gruppe an. Konkurrenz bekam die Veranstaltung durch das frühlingshafte Wetter, das die Menschen eher in die Natur und zum Trödelmarkt lockte. „Wir sind zufrieden“, sagte Geschäftsführer Ulrich Glanz.

Anders als in den Jahren zuvor nannte sich die Veranstaltung „Büttensitzung“. Ein „bunter Nachmittag für Jung und Alt klingt doch antiquiert“, so Glanz. Am Sonntag, 3. März, steht ab 11.11 Uhr der Straßenkarneval mit dem Tulpensonntagszug an.

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