Innogy-Klimaschutzpreis an Gewinner in Rheinberg verliehen.

Preis von Innogy und Stadt Rheinberg : Vorbildlicher Klimaschutz ausgezeichnet

Die Stadtverwaltung und das Energieunternehmen Innogy haben zwei Gewinner prämiert, die sich mit Vorzeigeprojekten um den Umweltschutz verdient gemacht haben. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie simpel es sein kann, etwas fürs Klima zu tun.

Die Stadt hatte in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal mit dem Energieunternehmen Innogy den Klimaschutzpreis ausgeschrieben. Das Thema lautete diesmal „Klimafreundliche Umfeldgestaltung“. Beigeordneter Dieter Paus sagte, dass sich immer mehr Menschen sich für Klima- und Umweltschutz einsetzen: „Das ist ein Teil des Gesamtkonzeptes der Stadt, das auch die sparsame Nutzung von Energie einschließt.“ Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro teilen sich zwei Gewinner.

Den ersten Platz belegt das Ehepaar Nicole und Christian Sperling. Nach dem Motto „Aus alt mach neu“ restaurieren sie einen Büro-Anbau energetisch und verwandeln die angrenzenden Grünflächen mit Obstbäumen, Lavendel und anderen Blühern in eine grüne Oase. Im nächsten Schritt möchten sie eine Photovoltaik-Anlage installieren sowie zwei Ladesäulen zum Betanken von Elektroautos anbieten. „Ich habe gehört, in der Stadt gibt es bislang eine Säule mit zwei Anschlüssen. Wir verdoppeln damit also die Ladekapazitäten“, sagte Christian Sperling scherzhaft.

Das Projekt „Rheinberg summt“, mit dem die Stadt eine Vorreiterrolle in der Region übernommen hat, bedienen die Sperlings schon jetzt: „Der Lavendel sorgt bei uns im Sommer für ein großes Hummeltreffen.“ Für den Finanzberater Christian Sperling passen Erneuerbare Energien und Naturschutz perfekt zueinander. Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro will die Familie schon bald in zukunftsweisende Technologien investieren.

Klimaschutzmanagerin Nicole Weber weist in dem Zusammenhang noch mal darauf hin, dass für eine Bewerbung kein fertiges Projekt erforderlich ist: „Eine Idee oder eine Vision reicht. Wir erwarten keine Hochglanzmappen.“ In der Planungsphase befindet sich Melanie Barzen. Die Orsoyerin hat von der Stadt einen 244 Quadratmeter großen Garten gepachtet und will diesen in einen „Naturgarten niederrheinischer Prägung“ verwandeln.

Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro ist unter anderem für den Bau einer Trockenmauer als Lebensraum für Insekten, die Installation von Nistkästen, die Anlage von Benjeshecken sowie einem Hügelbeet als Brutplatz für Käfer oder Wildbienen vorgesehen. Selbstverständlich verwendet die Erzieherin nur regionales Saatgut. Als engagierte Naturschützerin hofft Melanie Barzen, dass ihr Plan aufgeht: „Etwas gegen das Artensterben zu tun, liegt mir am Herzen. Ich hoffe, dass Tiere und Pflanzen bei mir ein Refugium finden. Bei uns im Garten ist jedenfalls immer was los.“

Innogy-Kommunalberater Dirk Krämer setzt mit dem Klimaschutzpreis auf den Beispiel-Effekt: „Initiativen für Umweltschutz und das Vermitteln von Wissen über die Natur verdient Wertschätzung.“