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In memoria Böhm: SPD Rheinberg will Stadthaus unter Denkmalschutz stellen

Denkmalschutz in Rheinberg : SPD will Denkmalschutz fürs Stadthaus

Ein Werk des Architekten Böhm: Grüne begrüßen den Vorstoß. Die Verwaltung prüft. Die CDU will Klarheit über die finanziellen Folgen.

Die SPD verneigt sich vor dem Architekten Gottfried Böhm, Erbauer des Stadthauses in Rheinberg, der kürzlich im Alter von 101 Jahren gestorben ist. Da sein Tod mit dem 40. Jahr nach Fertigstellung des Stadthauses zusammenfällt, sind die Genossen auf den Gedanken gekommen, das „einmalige Haus“ unter Denkmalschutz zu stellen. Diesen Vorschlag unterbreitete Peter Bender dem Planungsausschuss und stieß überwiegend auf große Zustimmung.

Der Beigeordnete Dieter Paus sicherte zu, dass die Verwaltung den Antrag prüfe. Er wies allerdings zugleich darauf hin, dass die Ausweisung des Stadthauses als Baudenkmal nicht nur Vorteile habe, sondern auch mit rechtlichen Auflagen verbunden sei. Gleichzeitig bekräftigte Paus, dass das Rheinberger Stadthaus in den Auflistungen der Werke des Pritzker-Preisträgers – dem „Nobelpreis“ für Architektur – fast nie vorkomme und es so „nicht angemessen gewürdigt“ werde.

Dabei sei das Stadthaus „ein beachtenswerter Bau“, sagte Paus im großen Sitzungsaal, der Herzkammer des Hauses, das das Zeug zum „Alleinstellungsmerkmal“ für Rheinberg habe, wie die Grünen attestierten. Sie bescheinigten den Genossen, einen „exzellenten Vorschlag“.

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Dem wollte auch CDU-Sprecher Erich Weisser zwar nicht grundsätzlich widersprechen. Aber im Gestus des stets auf die Finanzen der Stadt bedachten Mahners sagte Weisser, dass seine Fraktion einem Denkmalschutzantrag nur dann die Zustimmung geben werde, wenn letztlich Klarheit über die finanziellen Folgen einer solchen Entscheidung herrsche.