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Rheinberg: In letzter MinuteDie Uhr muss noch ab<span style="font-size:40%;"> . .

Rheinberg : In letzter MinuteDie Uhr muss noch ab<span style="font-size:40%;"> . .

„Nabucco“ wurde gestern Abend auf dem Rheinberger Markt geboten. Lastwagen mit Bühne und Requisiten hatte gestern Morgen eine Panne bei Lemgo und kam mit sieben Stunden Verspätung.

Spannender kann kein Krimi sein, dabei ging’s doch um eine Oper – um Nabucco gestern Abend auf dem Rheinberger Markt. Ab 8 Uhr sollte aufgebaut werden, doch der große Truck mit Bühne, Stühlen und Requisiten hatte eine Panne, blieb am frühen Morgen auf der Autobahn bei Lemgo auf der Strecke.

10 Uhr: Die schon angekommenen Technik-Mitarbeiter haben kaum was zu tun, lediglich das Gerüst, das auf einem anderen Lkw geladen war, wird aufgebaut.

12.30 Uhr: die Bühnenkonstruktion steht, sonst nichts. Es wird gemütlich zu Mittag gegessen. Der Lkw soll „jede Minute“ kommen.

15 Uhr: Die Beschallungstechnik ist fertig, die Mitarbeiter von Aktiv Event Bad Köstritz warten im Bus und dösen.

700 Stühle stapeln sich

15.05 Uhr: Der Lastwagen ist da, auf einmal herrscht Hochbetrieb. Die Agentur-Crew erhält Verstärkung durch städtische Mitarbeiter. Der Bühnenboden kann jetzt montiert und justiert werden, die ersten Requisiten werden ausgeladen. Noch stapeln sich 700 Stühle. Andreas Raab, der technische Leiter, bleibt optimistisch: „Das schaffen wir!“

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17 Uhr: Ein Dutzend Männer sind dabei, die Stühle in Reih und Glied aufzustellen. Der erste Soundcheck wird gemacht.

18 Uhr: Die Kulissen stehen fix und fertig auf der Bühne, die, der fehlenden Zeit wegen, nicht diagonal, sondern genau vor das Alte Rathaus gesetzt wurde. Das Orchester richtet sich im offenen Zelt daneben ein, die Harfenistin stimmt ihr Instrument. Inzwischen geöffnet stehen die Kostümkisten hinter dem Orchester.

100 Meter lange Schlange

19 Uhr: Leichter Regen, die Schlange vorm Eingang ist wohl 100 Meter lang, die Umzäunung ist tatsächlich hundertprozentig blickdicht. An mehreren Ecken dampft’s: das Ensemble isst zu Abend, im Kostümzelt sind die ersten Stimmproben zu hören, die Darsteller schminken sich. In einer Ecke des Zeltes übt eine junge Musikerin versunken auf ihrer Querflöte.

19.45 Uhr: Die Schlange hat sich aufgelöst, das Bier zischt, alle sitzen in Regencapes auf ihren Stühlen. Gut 500 Opernfreunde sind in gespannter Erwartung, das Orchester hat zur letzten Probe Platz genommen hat. 20 Uhr: Die Aufführung beginnt, eine logistische Meisterleistung ist auf die Minute pünktlich zu Ende gegangen. Übrigens: heute Abend wird in Hitzacker an der Elbe gspielt. (Bericht folgt)

rheinberg (peko) Dagmar Kiehlmann aus Rheinberg und Elisabeth Becker aus Alpen gewannen bei der Rheinischen Post je eine Statistenrolle. Pünktlich um 19 Uhr standen sie am Eingang – hatten dann aber doch noch viel Zeit. Um 19.45 Uhr, so wurde ihnen gesagt, würden sie in ihre Kostüme schlüpfen können. Was sie denn für „Rollen“ hätten, fragten sie. Im Chor sollten sie mitsingen. „Rollen“, die Dagmar Kiehlmann und Elisabeth Becker eigentlich auf den Leib geschneidert waren. Denn: Elisabeth Becker hat schon bei der Wiener Staatsoper, an der ihr Bruder tätig ist, als Statistin auf der Bühne gestanden, und sie singt im Alpener Chor. Und Dagmar Kiehlmann, Sopranistin, ist in einem Gelderner Chor aktiv. Endlich dürfen die beiden Damen in ihre Kostüme (aus Sackleinen) steigen. Die Uhr muss noch ab. Während Dagmar Kiehlmann etwas Lampenfieber hat, hofft Elisabeth Becker, dass sie nicht über den Saum ihres Kostüms stolpert . . .

(RP)