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Im Rheinberger Stadthaus: Ausstellung "Foyer des Arts" eröffnet

Kulturszene in Rheinberg : Bilder bereiten den Boden

Im Rheinberger Stadthaus ist die Kunstausstellung „Foyer des Arts“ eröffnet worden. Die ganz unterschiedlichen Werke von zwölf Künstlerinnen und Künstlern sollen auf das Kulturfest einstimmen, das Mitte Juni gefeiert wird.

Mit einer „stillen Eröffnung“ startete zu Beginn der Woche im Foyer des Stadthauses die Kunstausstellung „Foyer des Arts“. Damit möchte die Stadt Rheinberg nach Angaben von Kulturamts-Mitarbeiterin Dorothee Brunner auf das am Wochenende, 11. und 12. Juni, in Rheinberg stattfindende Kulturfest hinweisen.

Unter den zwölf Künstlern und Künstlerinnen, die ihre höchst unterschiedlichen Werke noch bis zum 13. Juni im Stadthaus ausstellen, ist auch Fotograf Klaus Rademaker vom Künstlerstammtisch Schwarzer Adler, der den Schaffensprozess vieler Werke in stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen festgehalten hat.

Viele Künstler nutzen Ausstellungen gewöhnlich auch, um mehr Platz zu bekommen, indem man sich von Werken trennt. Bei Heidi Maas und ihrem Ölbild „Amazone“ ist das eher umgekehrt: „Mein Sohn hatte dieses Bild gemalt und anschließend verkauft. Das fand ich so schade und habe es nachgemalt“, erzählt die Hobbymalerin.

Ein wichtiger Bestandteil in den Bildern von Nicole Poelmann-Heinhold sind Augen. Eines davon zieht den Betrachter förmlich in seinen Bann. „The Look“ nennt sich das abstrakte und doch ein wenig gegenständlich anmutende Werk. „Das Auge spielt für mich eine große Rolle. Es blickt auf die Geschehnisse und alles, was uns beschäftigt“, erzählt die Kiki-Dietz-Schülerin: „Manchmal fehlt mir das gewisse Etwas. Dann male ich ein Auge rein, und das Bild ist fertig.“

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Ein echter Hingucker ist auch „Der Hirsch“ von Elke Wittkamp. Und dies nicht nur wegen der detailverliebten Pinselführung und der treuen braunen Augen. „Ich habe für den Hintergrund einen grellen Pink-Ton gewählt, weil der eben nicht unbedingt zum Hirsch passen sollte“, erklärt die Künstlerin.

Erika Hütter hat zwei Bilder ausgestellt, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Während die lasziv wirkende „Frau am Fenster“ weich und leicht verschwommen einen Schuss Romantik versprüht, erzeugt die fotorealistisch gemalte „Pusteblume“ mit ihrer unglaublichen Tiefenschärfe ein Gefühl von Bewunderung.

Absolut aus dem Rahmen fällt der Hobbykünstler Henrik Höfer. Zum einen, weil seine Werke weder Rahmen noch Leinwand benötigen, und zum anderen aufgrund der ungewöhnlichen Wahl der Mittel. „Ich fertige die Bilder mit einem Stift und einer speziellen Software auf dem Tablet. Das ist sehr spannend, ein völlig neuer Weg.“ Für die Erstellung der bunten und oft witzigen Illustrationen nutzt der Modedesign-Student neben dem Tablet einen Aquarell-Fineliner.

Ulrike Bröcking hat sich einem ernsteren Thema gewidmet. Die Künstlerin hat ganz bewusst das Mahnmal „Tor der Toten“ auf dem Kattewall hinter der Kirche St. Peter als Motiv gewählt: „Die Aussage auf der Gedenktafel ist nach wie vor aktuell.“

Ausstellungen im Foyer des Rheinberger Stadthauses werden nicht nur von täglichen Publikum besucht, berichtet Dorothee Brunner: „Wenn in der Stadthalle Abendveranstaltungen stattfinden, nutzen die Gäste die Gelegenheit oft, um sich die jeweiligen Werke anzusehen.“

(erko)