Herrchen und ihre Eurasier trafen sich auf Hundeplatz in Rheinberg-Budberg

Eurasier-Treffen in Budberg : Kumpeltypen mit Fell und gerollter Rute

Auf der Anlage des Gebrauchshundesportvereins Budberg-Baerl kamen jüngst Eurasier und ihre Herrchen zusammen, um die Fähigkeiten der Tiere zu präsentieren. Auch Jugendliche führten ihre Vierbeiner durch den Ring.

Viele Eurasier stellten sich jüngst auf der Trainingsfläche des Gebrauchshundesportvereins Budberg-Baerl den kritischen Augen der Richter. Rund 60 Vierbeiner nahmen in verschiedenen Altersgruppen, den Klassen, an den Wettbewerben teil. „Im Mittelpunkt steht die Gesundheit, die Vitalität des Hundes, seine Proportionen wie auch sein Wesen“, erläutern Peter und Helga Schibol die Kriterien der Kynologischen Zuchtgemeinschaft der Eurasier.

Die Schibols sind seit Jahrzehnten dieser Hunderasse verbunden. Ihre Elsa steht im familiären Mittelpunkt, „und begleitet uns in allen Lebenslagen. Der Eurasier ist ein Kumpeltyp, ein Hund, der seine Menschen liebt und ihnen ganz nah sein will“, sagt Peter Schibol. Die sprichwörtlich treue Hundeseele zeichnet den Eurasier aus. Auch Elsa hat den siebten Sinn, wenn ihren Herrchen etwas fehlt, ist sie zur Stelle. „Der Eurasier ist sehr menschenbezogen und hat eine starke Bindung zur Familie“, so Peter Schibol.

Der Hund wählt sich in seiner Familie oft eine Hauptperson aus, auf die er sich konzentriert. Der Umgang an sich ist problemlos. Wie bei jedem anderen Hund auch ist der Grundgehorsam die Basis für die tierische Freundschaft zwischen Mensch und Eurasier. Tägliches Training vertieft die Bindung, macht konsequent Grenzen deutlich. Auch Familie Schwan aus Eversael führt einen Eurasier. „Da wo du bist, will ich sein“, so ihre Beschreibung zur Grundhaltung des Tiers.

In Budberg bot sich dem Betrachter derweil ein buntes Bild: ganz schwarzhaarige Vierbeiner, fuchs- wie hellfarbige Kameraden in verschiedenen Abstufungen. Neben dem besonders dichten Fell und aufgestellten Ohren ist die auf dem Rücken liegende, gerollte Rute für diesen Hund typisch. „Unser züchterisches Ziel richtet sich aber nicht nach der Schönheit, sondern nach der Wesensart des Tiers“, betont Helga Schibol.

Sehenswert bei der Schau war eine Senior-Hündin und ihre Nachkommenschaft über mehrere Generationen. Die Jüngsten waren gerade mal drei Monate alt. Eine ganze Galerie an Pokalen wurde am Wochenende vergeben. Darunter auch an Jugendliche, die die Richterinnen beim Juniorhandling überzeugten. Mit von der Partie der fünfjährige Oskar. Florian (12) aus Langenfeld stellte ihn im Führring vor. „Wichtig ist es, den Richterinnen zu zeigen, wie gut ich mit Oskar umgehen kann“, erklärt Florian. Dazu gibt es einfache Kommandos zur Grundstellung und kleine Aufgaben, die glasklar die Beziehung offenbaren, die zwischen dem Vierbeiner und der Jugend bis zum 17. Lebensjahr vorliegt.

Die Richterinnen Heike Klein-Katthöfer und Christa Prösser ließen Hund und Jugendliche einfache Figuren im Ring laufen. Florian liebt seinen Oskar, „weil er mir gut tut. Er tröstet mich und freut sich mit mir. Er spürt immer, wie es mir geht“, sagt der Zwölfjährige. Der Eurasier ist der erste Hund in der Familie und hat bereits die Hundeschule hinter sich. Doch Ausstellungen sind nicht so sehr die Lieblingsbeschäftigung des Vierbeiners. „Manchmal hat er einfach keine Lust und macht nur mit, wenn es ihm passt“, weiß Florian. Dann lässt Oskar Rute und Ohren hängen. Eben ganz Individualist.

Doch Budberg scheint dem Vierbeiner zu liegen, wie auch den anderen Tieren. Wer als Gast nun sein Herz an den selbstbewussten Eurasier verloren hat, ist bei der Welpenvermittlung gut beraten „und sollte viel Geduld mitbringen“, rät Helga Schibol.

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