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Rheinberg: "Heartchor" begeistert in der Alten Kellnerei

Rheinberg : "Heartchor" begeistert in der Alten Kellnerei

Singend gegen Gewalt - Der Moerser "Heartchor" zeigt, wie es geht. Im vergangenen Jahr im Rahmen des Projektes "Gospel gegen Gewalt" gegründet, setzt sich der Chor weiterhin für Zivilcourage und gegen Gewalt, Ausgrenzung und Rassismus ein. In der Alten Kellnerei ließen es die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Tom Bissels jetzt ordentlich rocken. Das Konzert fand in der MI-Jazz-Reihe statt und lockte viele Musikfreunde an. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Statt klassischem Gospel gab es eine bunte Mischung aus Gospel, Rock und Soul, die eine richtig gute Stimmung brachte. Der Chor wurde von einer Band begleitet. Keyboarder Günni Schulze, Schlagzeuger Jörg Bienemann, Gitarrist Uli Hoever und Bassist Carsten Bolk sorgten für den Instrumentalsound und ließen sich auch mal zu gekonnten Soli hinreißen. Ansonsten bestimmte der stimmgewaltige Chor das Geschehen. Es dauert keine fünf Minuten, bis das Publikum mitklatschte.

Dem Rhythmus des Openers "In the Sanctuary" konnte man sich aber auch schwer entziehen. Der "Heartchor" entfaltete seine geballten Gesangsqualitäten auf der kleinen Bühne. Tolle Solo-Einlagen rissen die Zuhörer mit. Dass es immer noch nötig ist, sich gegen Gewalt und für Zivilcourage einzusetzen, zeige aktuell der Fall Tugce, sagte Chorleiter Tom Bissels.

Mit RP-Redakteur Uwe Plien, Mitbegründer des Projekts "Gospel gegen Gewalt" und Chormitglied, machte er auf eine Aktion aufmerksam, die 2013 ins Leben gerufen wurde: Ein "Taktstock" wird als symbolischer Staffelstab an Chöre, Gruppen oder Vereine weitergereicht, um weitere Anti-Gewalt-Projekte ins Leben zu rufen. Dass vor allem Musik ein Mittel der Verständigung ist, bewies der Chor mit vielen temperament- und gefühlvoll vorgetragenen Liedern.

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"Say so" erinnerte daran, sich offen gegen Gewalt auszusprechen. "Thank ya Jesus" war als Dankeslied für die guten Dinge im Leben gedacht. "Wenn es einen Gott gibt" drückte ebenso wie "He will supply" die Hoffnung auf göttlichen oder auch irdischen Beistand in Notlagen aus. Bei dem locker-leichten Song "I smile" brachte Tom Bissels das Publikum zum Singen. Viele weitere schöne und rockige Songs mit Gospel-Charakter standen auf dem Programm. Bei so viel Temperament und Engagement kam keine Minute Langeweile auf. Nach den Zugaben stand fest: Dieser "Heartchor" geht zu Herzen.

(krsa)