Rheinberg: Haftstrafen für Einbrecher

Rheinberg: Haftstrafen für Einbrecher

Um Drogen kaufen zu können; ging ein Einbrechertrio zwischen April und August 2009 immer wieder auf Beutezug. Die große Strafkammer in Moers hat die Männer aus Rheinberg und Kamp-Lintfort jetzt zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren verurteilt. Auf das Konto der Männer gingen u.a. mehrere Einbrüche in die Moerser VHS. Während der Öffnungszeiten hatten sie Geld und Schlüssel aus einer Handtasche gestohlen. So gelangten sie gleich in mehreren Nächten unbemerkt in das Gebäude. Bei einer Bausparkasse schlugen sie eine Scheibe ein. In einem Krankenhaus stahlen sie einen teuren Beamer aus der Kapelle, in einem anderen Krankenhaus einen Laptop. In einem Seniorenheim entwendeten sie einen hochwertigen Kaffeeautomaten und versetzten ihn kurz darauf für wenig Geld. Auch in mehrere Arztpraxen stiegen die Männer ein. Nicht nur auf Computer und Bildschirme, auch auf die Kaffeekasse hatten sie es hier abgesehen. Fündig wurden sie auch in Wohnungen und sogar in Kellerräumen. Dort lagerten die Mieter oft Gegenstände von erheblichem Wert, unter anderem teures Werkzeug und Spirituosen. Nicht nur das Diebesgut, auch der Sachschaden, der durch Aufhebeln von Fenstern und Türen entstand, war erheblich.

"Sie sind alle betäubungsmittelabhängig", so der Richter. Das sei auch der Hintergrund der Taten. Die Männer hatten sich in der Drogenszene kennengelernt und die Einbrüche meist in unterschiedlicher Tatbeteiligung ausgeführt. Die Waren verkauften sie und teilten den Gewinn. Das Gericht ordnete die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an und sprach höhere Strafen aus, als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

(RP)