Rheinberg: Händler für den Wochenmarkt gesucht

Rheinberg : Händler für den Wochenmarkt gesucht

Mit dem Gartenbaubetrieb Marquardt gibt es bereits einen neuen Stand. Dringend gesucht werden noch ein Bäcker und ein Metzger. Die Marktleute bekommen oft zu hören, dass es in der Rheinberger Innenstadt zu wenig Parkplätze gibt.

Als Obst- und Gemüsehändler Hans-Gerd Aldenhoff bekanntgab, dass er sein Marktgeschäft aufgibt und sich beruflich neu orientieren wird, war sie schnell da: die Diskussion um die Zukunft des Rheinberger Wochenmarktes. Im Hauptausschuss berichtete SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Madry, von atmosphärischen Störungen zwischen Markthändlern und der Stadtverwaltung gehört zu haben. Und in Leserbriefen brachten Rheinberger ihre Sorge zum Ausdruck, dass der Markt vielleicht ganz eingestellt werden könnte.

"Das wollen wir auf jeden Fall verhindern", sagt Jürgen Fritze, der seit vielen Jahren Pflanzen auf dem Wochenmarkt verkauft. Auch heute von 10 bis 16 Uhr steht er wieder auf dem Platz neben dem Alten Rathaus. "Was wir dringend für den Markt suchen, sind ein Bäcker, ein Metzger und jemand, der zum Beispiel gegrillte Hähnchen anbietet - frische Waren zum Mittagessen."

Gabi und Rolf Marquardt sowie Susanne Peters (Foto oben links, von re.) sind neu auf dem Rheinberger Wochenmarkt. Foto: Uwe Plien

Ein weiterer Obst- und Gemüsehändler sei angekündigt - "ob und wann er kommt, weiß ich allerdings nicht", so Jürgen Fritze. Neu ins Rheinberger Marktgeschäft eingestiegen sind Ralf und Gabi Marquardt. Sie verkaufen ebenfalls Pflanzen. Mit Andreas Borgmann (Obst- und Gemüse) sowie Monika Zurek (Textilien, insbesondere Damenoberbekleidung) gibt es zwei Markthändler, die in Rheinberg zum Inventar gehören und dem Markt seit vielen Jahren ein Gesicht geben. Das gilt inzwischen auch für Fischhändler Rolf Janßen, der freitags in Rheinberg steht. Dann ist der Markt von 7.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. "Gut wäre, wenn wir dienstags auch einen Fischhändler hätten", so Jürgen Fritze.

Andreas Borgmann verkauft Obst und Gemüse seit vielen Jahren auf dem Markt. Foto: Uwe Plien

Fritze erlebt in Rheinberg eine völlig andere Entwicklung als in anderen Städten. "Ich sehe ja auch, was auf den Wochenmärkten in Xanten, Geldern oder Rees los ist", so der Händler. "Da ist überall Betrieb, die Märkte laufen gut. Nur in Rheinberg ist das anders." Dafür gibt es seiner Auffassung nach Gründe. "Das kommt dadurch, dass der Markt immer wieder mal seinen Standort gewechselt hat. Ganz früher auf dem Markt, dann auf der Gelderstraße, später wieder auf dem Marktplatz, jetzt auf dem Lindenplatz. Hinzu kommt das Parkplatzproblem. Letztens hatte ich eine Kundin, die hat ihren Wagen nur fünf Minuten abgestellt, um schnell was einzukaufen. Als sie zurückkam, hatte sie ein Knöllchen. Solche Kunden kommen natürlich nicht mehr wieder."

Jürgen Fritze verkauft Pflanzen. Foto: Uwe Plien

Dass es in der Innenstadt nicht genügend Parkplätze gebe, bekommen die Markthändler immer wieder zu hören, sagt Jürgen Fritze. Erstaunt habe er zur Kenntnis genommen, dass eine Werbeaktion von städtischer Wirtschaftsförderung und Markthändlern in Planung sein soll. Darauf hatte Bürgermeister Frank Tatzel im Hauptausschuss hingewiesen. Jürgen Fritze: "Von einer solchen Aktion weiß ich nichts."

(up)
Mehr von RP ONLINE