Rheinberg: Gute Ratschläge für Allergiker

Rheinberg: Gute Ratschläge für Allergiker

Das Allergie-Mobil des Deutschen Allergie- und Asthmabundes war in Rheinberg.

Die Nase läuft, die Augen jucken, das Atmen fällt schwer: Alles blüht, die Natur explodiert, Pollen fliegen milliardenfach - das ist der reinste Horror für Allergiker. Was gemeinhin als "Heuschnupfen" bezeichnet wird, erleben die Betroffenen mitunter wie eine Grippe oder schwere Erkältung: mit Glieder-, Kopf-, Hals- oder Ohrenschmerzen, mit Schlafmangel und Antriebslosigkeit. Schrecklich.

Genau diese Menschen möchten die Fachleute des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) mit Sitz in Mönchengladbach erreichen und beraten. Fachleute wie Frederik Schild. Der junge Biologe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Vereins und bundesweit mit dem AllergieMobil unterwegs.

Am Montag stand der umgebaute Fiat-Bus auf dem Lindenplatz neben dem Alten Rathaus. Frederik Schild war erstaunt, wie groß das Interesse schon am Vormittag war. "In den ersten beiden Stunden war hier schon richtig was los", so der Allergie-Experte. "Und die meisten hatten aus der Zeitung erfahren, dass wir heute hier sind."

Wichtig zu wissen: Am Allergie-Mobil wird beraten, es werden keine Diagnosen gestellt. Und es werden auch keine Ärzte empfohlen. "Wir nennen nur Facharztrichtungen", so Schild, "zum Beispiel Pneumatologen." Womit man schon bei Erkrankungen des Atmungsapparats wie Asthma wäre. Denn die haben die Gladbacher ebenso im mobilen Angebot wie Neurodermitis, also Hauterkrankungen. "Wenn jemand zu mir kommt, frage ich zunächst nach den Symptomen und wie sie sich äußern und dann danach, was dagegen getan wird", so Schild. Wichtig zu wissen ist, wann zuletzt ein Allergietest gemacht wurde und was der Hals-Nasen-Ohrenarzt sagt. Wir klären auf, was der nächste Schritt sein sollte." Der Deutsche Allergie- und Asthmabund habe eine Lotsenfunktion, wie der Biologe deutlich macht: "Wir sind unabhängig, wir verkaufen nichts, wir beraten nur und geben kostenlose Tipps." Das dazu benötigte Geld kommt aus der Projektförderung von Krankenkassen.

  • Rheinberg : Allergiemobil steht am Montag in Rheinberg

Viele Allergiker haben bereits eine Hyposensibilisierung hinter sich, um die Last los zu werden. Früher geschah das meist in Form von Spritztherapien, heute sind auch Tropfen oder Tabletten anerkannte Mittel, wobei diese Wege eine höhere Disziplin des Patienten erfordern.

Frederik Schild kam auch mit Helmut Wilholt ins Gespräch. Dessen Thema war die Lungenkrankheit COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Er selbst ist nicht betroffen, aber ein Bekannter. Bei diesen Erkrankungen handele es sich nicht um Allergien, informierte Schild, doch können chronische Atemwegserkrankungen die Folge von Allergien sein.

Kontakt: www.daab.de oder Telefon 02166 6478888

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