Rheinberg: Grundschulkinder in der Zirkusmanege

Rheinberg: Grundschulkinder in der Zirkusmanege

Eine Woche lang proben die 235 Jungen und Mädchen der St.-Peter-Grundschule für ihren großen Auftritt am Freitag.Im "Circus Soluna" werden Artistik, Jonglage, Zauberei, Clownerie, Seiltanz oder Feuerzauber einstudiert.

Diese Projektwoche wird den Rheinberger Kindern der St.-Peter-Grundschule in Erinnerung bleiben. Die lockere Aufforderung "Werdet zu Artisten und Künstlern" verfehlte ihre Wirkung nicht. Seit Montag proben insgesamt 235 Kinder mit Leidenschaft ihre ganz unterschiedlichen Programmnummern. 16 Workshops bieten ganz verschiedene Zirkusbereiche wie Artistik, Jonglage, Zauberei, Clownerie, Seiltanz oder Feuerzauber an.

Zum zweiten Mal ist der Circus Soluna zu Gast an der Schule. Schulleiterin Gabi Krekeler: "Wir waren vor vier Jahren so begeistert, dass wir dieses Projekt jetzt fortsetzen." Bereits am Sonntag begann mit elterlicher Hilfe der Aufbau des Zirkuszeltes, das in dieser Woche immer wieder Treffpunkt für die jungen Artisten ist. "Der Tag beginnt und endet im Zelt", sagt Krekeler über den Tagesablauf. Den Start macht jeweils am Morgen eine sogenannte Manegenkostprobe, danach beginnt die Arbeit. Die Lehrerinnen Kathrin Seidensticker und Jenny Schmidt stehen in der Manege, helfen bei den verschiedenen Übungen in luftiger Höhe am Trapez und geben Tipps zum Gelingen.

Artistische Figuren wie Körbchen, Segelboot oder Stern werden dargestellt, entweder alleine am Trapez oder mit einem Klassenkameraden. "Gar nicht so einfach", wie die kleine Aleyna feststellt. Trotzdem macht es Spaß, verlangt die volle Konzentration.

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Die nicht alltäglichen Unterrichtsfächer haben Vorfahrt, auch wenn im Wochenverlauf die Aufregung vor dem großen Auftritt wächst. "Wir haben Freitag Generalprobe und am frühen Abend Vorstellung", berichtet Krekeler. Dass diese Vorstellung ausverkauft ist, versteht sich. Familienangehörige der Kinder und Freunde wollen sich diesen Moment unter dem Zirkusdach nicht entgehen lassen und tosendem Applaus geben. "Für uns ist es spannend, zu sehen, wie die Kinder im Projekt über sich hinauswachsen, Persönlichkeit zeigen und wir sie aus einer völlig neuen Perspektive kennenlernen", so die Schulleiterin. Soziales Lernen funktioniert in dieser Woche anders und nachklingend. "Die Rückkopplung, etwas Tolles vor Publikum geleistet zu haben, reicht bis in den Unterricht hinein", sagt Gabi Krekeler.

Spannend ist es ohnehin in den Workshops, beispielsweise bei dem Zirkuspädagogen Birger Koch. Mit zwei Kollegen hat er zunächst das Kollegium eingearbeitet, das dann als Coach und Multiplikator bei den Kindern aktiv wird. Über die Fortschritte seiner kleinen Zauberlehrlinge und ihre Vorbereitungen ist Koch sehr zufrieden. Es geht um Zauberei mit dem Feuer. "Die Kinder wissen um den Ablauf, kennen die Bedingungen, wie sich Feuer beherrschen lässt", so Koch. "Der Workshop hat mit Selbstvertrauen, Mut und Teamgeist zu tun."

Wer vorher Zirkusluft schnuppern möchte, ist am Mittwoch, 13. Juni, ab 18 Uhr ins Zirkuszelt auf dem Schulgelände an der Schulstraße zu Birger und Katrin eingeladen. Der Eintritt ist frei.

(sabi)