Rheinberg: Grundschüler lernen, wie man gesund kocht

Rheinberg: Grundschüler lernen, wie man gesund kocht

Zum vierten Mal läuft das Projekt "Mehr bewegen - besser essen" an der Katholischen St.-Peter-Schule in Rheinberg. Die Edeka-Stiftung und der Edeka-Markt Kusenberg sind als Partner mit dabei.

"Ich find' es richtig supi!", berichtet Pia begeistert. Die Drittklässlerin hat sich gerade einen Teller Vollkornnudeln mit Tomaten-Gemüse-Sauce geholt und freut sich auf eine leckere Mahlzeit. Pia und ihre Mitschüler aus der Klasse 3 a - alle mit Kochmützen und Schürzen ausgestattet - haben das Gericht selbst gekocht. Im Klassenzimmer. Die Katholische St.-Peter-Grundschule nimmt zum vierten Mal an einem Projekt der Edeka-Stiftung teil. Es heißt "Mehr bewegen - besser essen" und richtet sich an Dritt- und Viertklässler. Auch in diesem Jahr nehmen bundesweit rund 18.000 Kinder teil.

In drei Modulen, die von einem geschulten Team der Edeka-Stiftung geleitet werden, wird den Schülern das Thema "gesunde Ernährung und gesundes Leben" nähergebracht. Die Lebensmittel, die für das Projekt gebraucht werden, sponsern Kooperationspartner. An der St.-Peter-Schule ist das der Rheinberger Edeka-Markt Kusenberg.

Die Klasse 3 a hat mit ihrer Klassenlehrerin Katja Karrasch schon morgens um acht Uhr losgelegt. Unter Leitung von Sandra Attula und ihrer Kollegin Aljona Schneider von der Edeka-Stiftung haben sie gemeinsam ein gesundes Frühstück zubereitet. Auf den Tisch kommen Piratenspieße - kein Fleischgericht, wie man annehmen könnte, sondern ein Leckerbissen aus verschiedensten Gemüsesorten sowie Käse und Vollkornbrot. Das hat geschmeckt.

Anschließend verfolgten die Schüler anhand eines Kurzfilms den Weg der Nahrung durch den menschlichen Körper. So soll das Bewusstsein für gesunde Ernährung geschärft werden.

Nach dieser Einführung lernten die Schüler im ersten Teil viel über gesunde und bewusste Ernährung anhand einer Ernährungspyramide: ein Schaubild, auf dem nach gesunden und ungesunden Lebensmitteln unterschieden wurde. Dieses neu erlernte Wissen dürfen die Kinder dann in der Praxis durch das Zusammenstellen gesunder Mahlzeiten anwenden. Im Fall der St.-Peter-Kinder hieß das: Sie haben sich selbst ein gesundes Essen zusammengestellt. Klassenlehrerin Katja Karrasch ist zufrieden mit dem Verlauf: "Die Klasse ist motiviert und macht eifrig mit. Es ist gut, dass die Kinder viel alleine machen dürfen."

Dasselbe Engagement zeigen die kleinen Köche auch beim zweiten Modul, bei dem es um Verantwortung am Beispiel nachhaltiger Fischerei geht. Hierbei sollen die Schüler sich eine eigene Meinung bilden und Fragen stellen wie: Inwiefern ist es gerechtfertigt, Fisch zu essen? Sichtlich Spaß haben die Kinder bei verschiedensten Bewegungsspielen, die ebenfalls zum Projekt gehören. Dabei sind Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination gefragt. Spielerisch wird den Kindern vermittelt, wie wichtig Bewegung für ein gesundes Leben ist.

Das gemeinsame Kochen ist dann der Höhepunkt des Vormittags. Mit ein wenig Hilfe einiger Eltern wird das Gemüse für die Sauce geschnitten. Dazu gibt es Vollkornnudeln, die besonders satt machen und mehr Vitamine und Mineralstoffe liefern. Auf die Frage, was ihm besonders gut gefallen hat, antwortet der achtjährige Leno: "Das Essen hat gut geschmeckt. Ich fand gut, dass wir viel alleine machen konnten. Wir haben heute viel gelernt."

Heute findet der zweite Teil des Projekts statt: Dann ist die Klasse 3 b an der Reihe.

(RP)