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Grünen-Politiker mahnt Abfallkörbe am Rheindeich südlich von Ossenberg an

Fehlende Abfallbehälter in Rheinberg : Müll am Deichweg ist ein Ärgernis

Ralf Winstroth (Grüne) mahnt beschlossene Papierkörbe am Rheindeich an.

Ralf Winstroth (Grüne) hatte die Verwaltung vor den Osterfeiertagen auf fehlende Mülltonnen am Rheindeich im Abschnitt südlich der Ossenberger Schleuse hingewiesen und darum gebeten, das Defizit noch vor Ostern abzustellen. Gemeint waren die Zugangsmöglichkeiten an der Schleuse Ossenberg An der Momm und an der Straße Orsoy-Land/Ecke Kuicksgrind samt Parkplätzen.

Der Zugang zum Naturschutzgebiet Orsoyer Rheinbogen mit dem Rheinstrand seien für die Rheinberger und Besucher von großer Bedeutung. Jedenfalls böte sich hier „ein hautnahes Naturerlebnis“ am Rheinufer – nahezu unbebaut und kaum von Menschenhand verändert. Erst im vergangenen Jahr sei „nicht zuletzt auch auf öffentlichen Druck hin“ beschlossen worden, so der Grünen-Politiker, entlang der rund zwei Kilometer langen Spazierstrecke, die auch von Radfahrern und Inlineskatern benutzt werde, einige Ruhebänke aufzustellen und daneben – „ausdrücklich so beschlossen“ – Papierkörbe aufzustellen und vom Dienstleistungsbetrieb (DLB) leeren zu lassen. Die Bänke und Abfallbehälter, so Windstroth, stünden „leider immer noch nicht“, aber die beiden Parkplätze seien bereits angelegt und würden viel benutzt. Gerade in der „extrem belastenden Zeit“ sei dieser Spazierweg „im Wortsinne Ausflucht“.

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 Seine schlimmsten Befürchtungen über die Folgen eines Besucherandrangs zu Ostern hätten sich zwar nicht erfüllt, so der Rheinberger. Dennoch seien die Müllmengen an den beiden Zugangspunkten für Spaziergänger auf dem neuen Deichradweg eindeutig größer geworden, hat Winstroth beobachtet. Der starke Wind am Osterwochenende habe sein Übriges getan und den Müll beiderseits des Deiches in die Naturschutzgebiete und deren Weideflächen geweht.

 In Niederwallach sind offenbar Bäume gefällt worden.
In Niederwallach sind offenbar Bäume gefällt worden. Foto: Winstroth

Der Deichverband habe bereits im Juni 2013 der Stadt Rheinberg grundsätzlich das Recht zur Nutzung des mittlerweile fertiggestellten Deichkronenweges als Fuß- und Radweg erteilt. Allerdings habe die Verwaltung im Herbst dem Rat mitgeteilt, dass hier noch immer Abstimmungen mit dem Deichverband notwendig seien. Nun sei ein weiteres halbes Jahr vergangen und die Saison zur Nutzung des Rad- und Spazierweges habe eingesetzt.

Angesichts dessen, was alles entlang des Deiches auf Rheinberger Stadtgebiet an gravierenden baulichen Veränderungen und als notwendig erachteten Eingriffen in die Natur passiert sei – „wie die ganz frische Fällung von Bäumen in Niederwallach“ – dürfte das Aufstellen der beschlossenen Bänke auf dem Rad- und Spazierweg sowie eines Sammelbehälters an den angelegten Parkplätzen „nicht so beratungsintensiv“ sein, meint Windstroth.

Gerade jetzt seien „gut gelenkte, sanfte“ Naherholungsmöglichkeiten besonders wichtig. Von daher bittet Winstroth darum, „die Angelegenheit mit Nachdruck zu verfolgen“. Gegebenenfalls solle sich der Deichverband schriftlich erklären, warum es hier nicht vorangeht.

(bp)