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Grünen-Fraktion Alpen zieht positive Jahresbilanz

Viel Arbeit für Alpen : Die Grünen im Rat entfalten Wirkung

Peter Nienhaus und Willi Schellen an Fraktionsspitze bestätigt. Positive Bilanz fürs zurückliegende Jahr.

Die Personalien waren schnell geregelt. In der ersten Fraktionssitzung des Jahren haben die Grünen Peter Nienhaus als Fraktionssprecher und Willi Schellen als seinen Vertreter in ihren Ämtern bestätigt. Dann ging’s inhaltlich gleich in die Vollen, besser in die nur noch karge Kasse der Gemeinde. Nienhaus erinnerte daran, dass er schon vor einem Jahr der Politik vorgeschlagen hatte, mit dem Sparen bei sich selbst anzufangen. Er sei mit seinem Antrag gescheitert, die Wahlkreise und damit den Rat bei der Kommunalwahl 2020 zu reduzieren.

Eine Mehrheit gab’s für die Initiative unter dem Motto „Jung kauft Alt – Junge Leute kaufen alte Häuser“. Hiermit wollen die Grünen eine Möglichkeit zu einem nachhaltigen Grundstücksmanagement, um den Ort zu beleben und junge Familien Leute zu erreichen. Den Parkplatz an der Haagstraße hätten die Grünen nicht verhindern können. Immerhin aber sei der Antrag zur beschränkten Bewirtschaftung der Stellflächen durchgegangen, so Nienhaus in seiner Bilanz. Außerdem habe der Rat den Antrag seiner Fraktion auf eine „Pestizidfreie Kommune“ verabschiedet, auch wenn „begründete Ausnahmefälle“ möglich blieben. Positiv sehen die Grünen auch, dass ihre Anregung, die PCB-Belastung in den Schulen zu überprüfen, umgesetzt worden sei. „Die Werte waren in Ordnung, das ist gut so“, findet Peter Nienhaus. Die Verwaltung müsse aber weiter wachsam bleiben.

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In der Fraktion hat’s personelle Veränderungen gegeben. Karl-Heinz Hemmerich hat sein Mandat aufgrund des Umzuges niedergelegt. Seinen Sitz hat Peter Rüsing übernommen. Zudem unterstützt Simon Wilkens die Fraktion als Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Jugend, Schule und Kultur.

Den Entwurf des Regionalplans Ruhr sehen die Grünen kritisch. „Die geplanten Kiesabgrabungen in Bönninghardt und Drüpt lehnen wir ab, da die bisherige Gesetzeslage nicht zur Reduzierung der Kiesmenge geführt hat“, so Peter Nienhaus. Die schwarz-gelbe Landesregierung wolle durch Änderungen im Landesentwicklungsplan (LEP) die Kiesmengen sogar noch weiter erhöhen. „Das müssen wir gemeinsam verhindern“, so die Grünen.

Die Grünen würden alle Entwicklungen vor Ort stets mit Blick auf den Nutzen für die Bevölkerung und die ökologische Verträglichkeit prüben: Stadtumbau, Neubau Feuerwehrgerätehaus, Defizite im Angebot für Kinder und Jugendliche, die Entwicklung der Schulen, insbesondere das große Klimaschutzprojekt Sekundarschule. In dem Zusammenhang haben die Grünen angeregt, den Klima- und Energiebeirat wieder zu aktivieren.

Auch den geplanten Waldkindergarten wolle man nach Kräften unterstützen. Die Fraktion habe angeregt zu klären, wie eine mögliche Finanzlücke geschlossen werden könne. Für Windenergie sehe man im Gemeindegebiet Potentiale.