Rheinberg: Grüne kritisieren Verkehrspolitik der Stadt

Rheinberg: Grüne kritisieren Verkehrspolitik der Stadt

Jürgen Bartsch, Fraktionssprecher der Grünen, bezieht Stellung zum Verkehr auf der Römerstraße. Dort wird seit längerem überlegt, ob sich die Situation in Höhe der Römer-Apotheke entschärfen lässt. Statt des von der CDU beantragten Zebrastreifens hat die Stadt nun vorgeschlagen, dort die Fahrbahn zu verengen.

"So einfach, wie Herr Paus als Vertreter der Verwaltung es darstellt - die Verwaltung trifft keine Schuld, was die Verkehrssituation auf der Römerstraße angeht, es seien die Politiker, die Verbesserungen wieder verzögern -, so einfach ist es nicht", führt Bartsch aus. Seit Jahren gebe es immer wieder Klagen über Verkehrslärm und zu schnell fahrende Autos. Die Liste sei inzwischen lang: Auf der südlichen Alpener Straße störe vor allem der Lkw-Verkehr, in Wallach bereite die Wallacher Straße Probleme, in Ossenberg die K 14, in der Rheinberger Innenstadt wird vielfach die Schrittgeschwindigkeit nicht eingehalten, in Vierbaum wird auf der Baerler Straße über zu hohe Geschwindigkeiten geklagt, ebenso auf der Bahnhofstraße und nun auf der Römerstraße. Bartsch: "Wir setzen uns seit vielen Jahren dafür ein, dass in Wohngebieten grundsätzlich Tempo-30 gelten soll, dass der Lkw-Verkehr über Landes- und Bundesstraßen geführt wird, dass für Radfahrer und Fußgänger Erleichterungen und Verbesserungen durchgeführt werden." Die überwiegende Reaktion der Verwaltung zu Tempo 30 sei: Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung nicht erfüllt, Erlasslage sieht dies nicht vor, polizeilich unauffällig etc. Endlos sei auch der Streit um Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger. Radfahrer würden mit unkomfortablen Wegen und verwirrender Radwegeführung konfrontiert. Und nun die Auseinandersetzung um die Möglichkeit, auf der Römerstraße einen Zebrastreifen anzubringen. Die Verwaltung lehnt dies wegen einer Richtlinie ab. Der Fraktionssprecher: "Die Verwaltung steht eindeutig auf der Bremse, wenn es um die Belange der Anwohner geht. Auf dem Gaspedal ist sie dagegen beim fließenden Verkehr, der offenbar Vorrang genießt."

Und: "Wir meinen: Angesichts unseres stetig zunehmenden Verkehrs sollte nicht allein die möglichst rasche Fortbewegung im Kfz Beachtung finden. Entlang der Straßen wohnen auch Menschen, die einen Anspruch auf Sicherheit und möglichst geringe Lärmbelästigung haben. Dem wird in Rheinberg bislang zu wenig Beachtung geschenkt. Und das muss geändert werden."

(RP)