1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: Grote Gert: Haus für alle

Rheinberg : Grote Gert: Haus für alle

Kuratorium Deutsche Altershilfe bewilligt Zuschuss von 23 000 Euro für einen "Quartiermanager".

Der Bewilligungsbescheid ist da, die Freude entsprechend groß. Die Evangelische Kirchengemeinde Rheinberg erhält vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (Wilhelm-Lübke-Stiftung) ab dem 1. November ca. 23 000 Euro und kann mit diesem Geld für zunächst ein Jahr einen "Quartiersmanager" einstellen. So ist die offizielle Bezeichnung für einen "Kümmerer", der Angebote koordinieren und ein Netzwerk für das "Haus der Generationen" knüpfen soll. Damit das Gemeindezentrum Grote Gert am Annaberg diesen neuen Namen auch wirklich verdient.

80 Prozent der Kosten

23 000 Euro — das ist ein wichtiger Posten für das Vorhaben. "Das entspricht 80 Prozent der Kosten, die die 60-Prozent-Stelle im Jahr in Anspruch nimmt", sagte gestern Pfarrer Udo Otten. 22 Stunden pro Woche soll der Quartiersmanager für alters-, nicht altengerechte Angebote da sein. Das restliche Geld muss die Gemeinde zulegen.

Die Ausschreibung läuft bereits, die Stellenbeschreibung ist formuliert, bewerben kann man sich noch, wenn man schnell ist; im Internet auf der Gemeinde-Homepage www.kirche-rheinberg.de Denn der oder die Neue soll möglichst schon am 1. November anfangen. Gesucht wird ein Sozialarbeiter bzw. -pädagoge mit hoher Teamfähigkeit und möglichst auch betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Wichtig: Er oder sie muss auf jeden Fall evangelisch sein.

Eine emotionale Dimension

Ansonsten steht die Konfession beim "Haus der Generationen" nicht im Vordergrund. Es geht darum, das Zentrum mit Leben zu füllen, allen Generationen ein Forum zu bieten und es so zu einem Ortsteilhaus zu machen. Richtiger: zu einem "Wohnquartierhaus". "Ein Wohnquartier", erklärt Otten, "ist nicht das gleiche wie ein Orts- oder Stadtteil. Denn es gibt noch eine emotionale Dimension." Will sagen: Auch wer nicht am Annaberg wohnt, aber Verbindungen dorthin hat, darf sich zugehörig fühlen.

Anke Sczesny, zuständig für die Krabbelgruppen in der Groten Gert, hat maßgeblich an der Konzeption für das Generationenhaus mitgewirkt. "Die Grote Gert wird schon jetzt gut genutzt. Alle zwei Wochen gehen 400 Menschen durch das Haus: Krabbelgruppen, CVJM, Schülerhilfe, Yogagrupen, Chöre", sagt sie. Weitaus mehr Aspekte sollen künftig berücksichtigt werden, weshalb Kooperationen z.B. mit den katholischen Nachbarn von St. Anna in der Planung sind. Auch die Stadt ist mit im Boot, wie Fachbereichsleiter Frank Meyer (Schulen, Sport, Soziales) sagte. Denn auch städtische Angebote oder Einrichtungen wie Schulen oder Seniorentreffs sind bei der Quartiersarbeit von Relevanz.

(RP)