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Rheinberg: Großes Interesse an der Planung für die Innenstadt

Rheinberg : Großes Interesse an der Planung für die Innenstadt

Die Rheinberger sind interessiert und haben gute Ideen, wenn es um die Zukunft ihrer Innenstadt geht. Mehr als 50 Frauen und Männer hörten sich gestern Abend im Stadthaus an, wie der von der Stadt beauftragte Planer Johannes Reinders sich Gelderstraße, Teile von Kamper Straße und Beguinenstraße sowie Underbergstraße und Alte Poststege vorstellt.

Die RP hatte darüber gestern berichtet - nun war die Meinung der Bürger gefragt. Wichtig war, was Beigeordneter Dieter Paus sagte: Es gibt noch keinen Beschluss und spätestens am 30. November muss ein Antrag bei der Bezirksregierung vorliegen - andernfalls kein Bewilligungsbescheid und keine Fördergelder.

Gegen die Pläne, mit Klinkerbändern und hellem Betonsteinpflaster zu arbeiten, erhob sich kaum Widerstand. Kritisch beäugt wurde indes die Überlegung, die Kamper Straße als eine Ebene wie auf Teilen der Nord-Süd-Ache anzulegen. Warum denn einen Fehler wiederholen, warnte ein Rheinberger. Paus ließ das nicht gelten, weil die Kamper Straße (wo am 2. Juli mit den Kanalarbeiten begonnen wird) eine andere verkehrliche Funktion habe. Wichtig war den Teilnehmern, dass genügend Stellplätze erhalten bleiben - auf Kamper Straße, Beguinenstraße und der Alten Poststege würden einige verschwinden, wenn die Planung realisiert wird. Im nächsten Haupt- und Finanzausschuss (19. Juni) kann man dazu mehr erfahren. Das Pflaster auf der Gelderstraße müsse unbedingt bei kaltem Wetter und Nässe rutschfest sein, warfen Zuhörer ein. Was polarisierte, war die Anmutung des historischen Geldertores vor dem Café Sahnehäubchen zur Bahnhofstraße durch zwei Steinstelen. Darüber müsse man noch reden, hieß es.

Zum Zeitplan konnte Paus nicht viel sagen. Weil es lange keine Bundesregierung und damit keinen Haushalt gab, verzögern sich auch kommunale, mit Bundesmittel geförderte Bauvorhaben wie Holz- und Fischmarkt. Erst wenn diese Maßnahme abgeschlossen ist, ist die Gelderstraße dran. "Wie lange wir bauen, wissen wir auch deshalb noch nicht, weil wir noch nicht wissen, was wir bauen", so Paus. Er sagte zu, Anwohner und Bürger über den weiteren Fortgang und die Kosten auf dem Laufenden zu halten.

(up)