Rheinberg: Greenpeace-Demo bei "Shell" in Rheinberg

Rheinberg: Greenpeace-Demo bei "Shell" in Rheinberg

"Stopp Shell – Raus aus der Arktis" stand auf dem großen gelben Transparent, dass Ingrid Lentzen und Alexander Oslislo von der "Greenpeace"-Gruppe Niederrhein am Mittwoch vor zwei Shell-Tankstellen in Rheinberg den Autofahrern entgegenhielten.

"Stopp Shell — Raus aus der Arktis" stand auf dem großen gelben Transparent, dass Ingrid Lentzen und Alexander Oslislo von der "Greenpeace"-Gruppe Niederrhein am Mittwoch vor zwei Shell-Tankstellen in Rheinberg den Autofahrern entgegenhielten.

Foto: Greenpeace, AP

Zunächst postierten sich die Demonstranten an der Xantener Straße Richtung Solvay, später dann in Winterswick, An der Neuweide.

Gegen Ölbohrungen in der Arktis

Die Greenpeace-Aktivisten wenden sich gegen die in der Arktis stattfindenden Ölbohrungen des Ölkonzerns. "Seit Samstag haben wir schon zehn Tankstellen abgeklappert", berichtete der 19-jährige Alexander Oslislo, der sich am Mittwoch beim Sohn des Betreibers der Tankstelle an der Xantener Straße vorstellte und das Anliegen der Umweltschutzorganisation deutlich machte. "Das geht nicht gegen Sie persönlich", sagte er freundlich.

  • Tiefseebohrungen vor Grönland : Greenpeace-Aktivisten besetzen Ölplattform

Der Pächtersohn hatte kein Problem mit der Aktion und bot sogar an, sich auf dem Tankstellengelände zu postieren. "Aber das machen wir grundsätzlich nicht", betonte Ingrid Lentzen, die wie ihr Kollege ein grünes Greenpeace-T-Shirt trug. "Die Betreiber waren anfangs fast alle sehr nett zu uns", so Oslislo. "Inzwischen ändert sich das ein wenig — vielleicht, weil sich herum gesprochen hat, was Greenpeace-Aktivisten in London und Edinburgh machen. Dort haben sie 50 Tankstellen komplett lahmgelegt, haben die Tanksäulen verschlossen und so etwas." Weltweit hat Greenpeace inzwischen 1000 Tankstellen ins Visier genommen.

Auch am Mittwoch wurden Autofahrer von den Aktivisten über die Bedrohung der Arktis informiert. "Kein Öl aus der Arktis", lautete die Aufschrift eines Schilds. Die meisten Autofahrer an den Zapfsäulen bekommen gar nicht mit, was vor sich geht. Dafür registrieren umso mehr Vorbeifahrende die Aktion. Ein Radfahrer hält sogar an, erkundigt sich nach der Intention und fragt: "Was soll das bringen? Wenn Shell draußen bleibt, dann gehen doch andere rein, oder?" "Nein", erwidert Oslislo, "wenn Shell draußen bleibt, gehen auch andere nicht in die Arktis. Es ist einen Versuch wert." Oslislo und Lentzen sind Ehrenamtler, sie engagieren sich in ihrer Freizeit.

Unterschriftensammlung

Greenpeace sammelt auch Unterschriften zum Schutz der Arktis (www.savethearctic.org). Die Unterschriften der ersten Million Menschen werden in einer speziellen Kapsel im kommenden Jahr am Nordpol versenkt — als Mahnung, dass die Arktis Erbe der Menschheit ist und nicht dem Interesse einiger Großkonzerne geopfert werden darf. Unter den Arktisschützern, die unterschrieben haben, befinden sich so prominente Namen wie Paul McCartney, Penelope Cruz, Robert Redford oder Peter Fox.

(RP)
Mehr von RP ONLINE