Rheinberg: Glasverbot beim Rheinberger Rosenmontagszug

Rheinberg: Glasverbot beim Rheinberger Rosenmontagszug

Die Rhinberkse Jonges als Veranstalter haben eine klare Vorstellung davon, wie der Rosenmontagszug in Rheinberg ablaufen soll. "Stimmungsvoll, fröhlich und friedlich in einem erträglichen Umfeld", sagt Clemens Geßmann als Präsident des Karnevalsvereins bestimmt. Zusammen mit Ordnungsamt, Jugendamt, Polizei, Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz tun die Organisatoren wieder alles dafür, dass der Zug sicher verläuft.

"An unserem Sicherheitskonzept, das wir nach der Loveparade-Katastrophe erarbeitet haben und das sich schon 2011 und 2013 bewährt hat, haben wir im Prinzip nicht viel geändert", sagt Jonny Strey, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung bei der Stadt. "Damit können wir alle gut leben." Zusätzlich hat die Stadt ein Glasverbot im Innenstadtbereich als Allgemeine Verfügung erlassen. Strey: "Innenstadtbereich heißt: innerhalb der Wälle. Dorthin dürfen keine Getränke in Glasbehältern mitgenommen werden, und es dürfen keine Getränke in Flaschen oder Gläsern ausgeschenkt werden." Entsprechende Sperren mit Kontrollstellen werden an der Rheinstraße, an der Gelderstraße und an der Orsoyer Straße sowie am Markt eingerichtet und jeweils von einem Polizisten und einem städtischen Mitarbeiter betreut. Zusätzlich steht ein mobiles Team zur Verfügung. "Wir werden gezielt kontrollieren", so Jonny Strey. "Und bisher haben wir dafür ausnahmslos Lob bekommen, selbst von Besuchern, denen wir Glasflaschen abgenommen haben. Vielen ist nicht klar, dass das verboten ist und sie entschuldigen sich dafür." Zugleiter Markus Geßmann hob ein Anliegen des Glasverbots hervor: "Früher lag beim Zug alles voll mit Glas. Da gab es oft Schnittverletzungen. Das haben wir jetzt kaum noch." Besonders Jugendliche stehen am Montag unter Beobachtung. Deshalb waren Stadtjugendpflegerin Babette Heimes und der Leiter der Rheinberger Polizeiwache, Willi Giesen, gestern an den weiterführenden Schulen zu Besuch und informierten dort darüber, was beim Zug geht und was nicht.

"Minderjährige, die wir mit Alkohol erwischen, lassen wir von den Eltern abholen, der Alkohol wird eingezogen", betont Egon Ehlscheid vom Ordnungsamt. Jonny Strey ergänzt: "Zusätzlich haben wir alle Discounter, Tankstellen und sonstige Betriebe angeschrieben und ihnen Blätter mit der Aufschrift ,Wir verkaufen keinen Alkohol an Jugendliche' zukommen lassen." Die Regeln gelten natürlich auch für alle am Zug Beteiligten. So ist auch das Ausgeben von Schnapsfläschchen von den Wagen untersagt.

(RP)
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