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Rheinberg: Gewerbesteuer steigt, Müllabfuhr wird etwas teurer

Rheinberg : Gewerbesteuer steigt, Müllabfuhr wird etwas teurer

Der Rheinberger Haupt- und Finanzausschuss befasste sich mit der Gebührensatzung für die Abfallentsorgung. Gewerbetreibende in Rheinberg müssen ab dem nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat beschlossen, die Gewerbesteuer zu erhöhen.

Auch die Kosten für die Abfallentsorgung waren Thema im Ausschuss. Die kalkulierten Kosten für das nächste Jahr sind gegenüber 2016 insgesamt um rund 200.000 Euro gestiegen. Rund 80.000 Euro dieses Betrags entfallen auf die Entsorgungskosten, die an den Kreis zu entrichten sind. Die interne Verrechnung der Arbeitsplatzkosten sowie die Kosten, die dem Dienstleistungsbetrieb für die Grünannahme und das Entfernen wild entsorgten Mülls entstanden sind, schlagen mit rund 50.000 Euro zu Buche. Rund 70.000 Euro teurer sind zu dem die Leistungen, die mit im Auftrag der Stadt tätigen Unternehmen abgerechnet werden, beispielsweise für Hausmüll und Sperrmüll beziehungsweise Grünabfälle. Rechnet man die Summe der Erlöse - etwa 420.000 Euro - dagegen und berücksichtigt die Finanzierung der Biotonnen und aus Vorjahren zu deckende Beträge, so ergibt sich eine Differenz von 240.600 Euro. 2,77 Millionen Euro fallen an Kosten an, 2,53 Millionen Euro waren für 2016 kalkuliert worden.

Die Abfallentsorgungskosten für die Bürger erhöhen sich also. Die Kosten für die 60-Liter-Restmülltonne steigen bei 14-tägiger Leerung von 177,60 Euro pro Jahr auf 190,80 Euro. Die 80-Liter-Tonne kostet bei gleichem Leerungsrhythmus 254,40 Euro im Jahr statt bisher 236,80 Euro. Das 120-Liter-Gefäß steigt von 355,20 auf 381,60 Euro, der 240-Liter-Behälter von 710,40 auf 763,20 Euro pro Jahr.

Bei der Abfuhr der Biotonnen haben die Rheinberger - die RP berichtete darüber - mehr Disziplin gezeigt und ihre Tonnen weitaus weniger als in der Vergangenheit beispielsweise mit Kunststoffteilen befüllt. Wenn das der Fall war, berechnete die Müllverbrennungsanlage Asdonkshof eine komplette Wagenladung als Rest- und nicht als Biomüll ab, was die Sache für die Bürger teurer macht. Die Gesamtkosten für die Biotonnenentleerung lag jetzt bei 460.000 Euro und blieb damit 15.000 Euro unter dem Vorjahreswert. Somit schlägt die 60-Liter-Tonne mit 31,80 Euro (plus 2,40 Euro), die 120-Liter-Tonne mit 63,60 Euro (plus 4,80 Euro), 240-Liter-Tonne 127,20 Uhr (plus 9,60 Euro) und für die 1100-Liter-Tonne 583 Euro statt wie bisher 539 Euro (plus 44 Euro) zu Buche.

Beim Altpapier lag der Erlös höher als erwartet, was ein Plus von 24.000 Euro ausmacht. Abzüglich der Zuweisung zum allgemeinen Haushalt bleibt ein Erlös von 131.000 Euro - 32.000 Euro mehr als zuvor eingeplant. Somit kann die Stadt einen Bonus von 10,48 Euro pro 240-Liter-Tonne gewähren.

(up)