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Rheinberg: Genau zwei Stunden Zeit

Rheinberg : Genau zwei Stunden Zeit

Als Kreissieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist Ossenberg nun im Rennen um den Landessieg. Am 19. Juni kommt die Kommission, um sich an sechs Stationen über die Vorzüge des Orts zu informieren.

Ob die Ossenberger glauben, den Landessieg im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" einheimsen zu können? Ulrich Glanz vom Vorbereitungsteam redet nicht lange um den heißen Brei herum: "Dass wir im vergangenen September den Sieg auf Kreisebene gewonnen haben, war eine wunderbare Überraschung und Freude für uns. Wir sind nicht so vermessen zu glauben, dass wir noch einmal gewinnen. Aber wir nehmen die Herausforderung sportlich, bereiten uns so gut es geht vor und versuchen uns optimal zu präsentieren."

Die Show perfekt vorbereiten

Am 19. Juni wird es ernst. Dann rollt der Bus mit der Landeskommission an. Wolfgang Sommer, ebenfalls Mitglied des Vorbereitungsteams: "Dann haben wir genau zwei Stunden Zeit, unseren Ort zu präsentieren. Zwei Stunden und keine Minute mehr." Das bedeutet: Die Show muss perfekt vorbereitet sein.

Die Ossenberger — neben Sommer und Glanz gehören Bernward Wissenberg und Wolfgang Dröttboom zum Team — treffen sich schon seit Herbst vergangenen Jahres regelmäßig, um alles abzustimmen. So ist bereits ein Flyer erarbeitet und gedruckt worden, der die sechs Stationen in Kurzform skizziert. "Wir fahren zunächst mit dem Aufzug auf das Solvay-Kraftwerk, weil man von dort oben den Blick über ganz Ossenberg hat", beschreibt Wolfgang Sommer.

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Solvay-Werkleiter Dr. Richard Rösler und Bürgermeister Hans-Theo Mennicken werden mit dabei sein. Solvay als Startpunkt: Das zeigt schon, dass die Ossenberger das Chemiewerk ganz bewusst mit einbeziehen. "Industriell geprägt, mit ländlichem Charme" — so könnte die Maxime lauten. Weitere Stationen werden die Ossenberger Mühle, das Concordia-Sportcenter, das Schloss Ossenberg, die Schlosskapelle und der Dorfplatz. Zwischendurch wird kurz das Haus von Familie Baumbach begutachtet, weil es ein gutes Beispiel für die praktizierte Energiewende ist.

An jedem Standort wird ein versierter Kenner der Materie kurze Statements abgeben, während Ulrich Glanz und Wolfgang Sommer die generelle Moderation übernehmen. Die beiden haben bereits festgestellt: "Die Auflage der Kommission sind deutlich höher als im Kreiswettbewerb." In schriftlicher Form musste der Heimatverein Herrlichkeit Ossenberg seine Themen vorstellen, die da lauten: Konzeption und deren Umsetzung, Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung und Entwicklung, Dorf in der Landschaft.

Ganz gelassen

Bis zum 19. Juni wird das Team noch an der Präsentation feilen, um den zeitlichen Ablauf genau hinzubekommen. "Wir freuen uns auf den Besuch der Kommission", sagt Wolfgang Sommer selbstsicher. "Und wir gehen ganz gelassen in diesen Wettbewerb."

(RP)