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Alpen: Fünf Alpener Jugendliche fliegen nach Moldawien

Alpen : Fünf Alpener Jugendliche fliegen nach Moldawien

Morgen fliegen fünf Realschüler zusammen mit ihrer Schulleiterin Edith Catrein-Diering nach Moldawien, in die Hauptstadt Kishinev, um von dort mit dem Bus weiter nach Copceac zu fahren.

Eine Woche lang wird dieser Schüleraustausch dauern, nachdem vom 23. bis 28. September acht Schüler und zwei Lehrer aus dem armen moldawischen Dorf in Alpen waren.

Der Samstag beginnt mit einem Empfang bei den Gastfamilien, die die Alpener bereits teilweise kennen, zum Beispiel Vanessa Kandzia. "Vor zwei Wochen war Nadea aus Copceac hier", erzählt die Alpener Realschülerin sie.

"Sie hat bei uns gewohnt. Sie ist 18 und zwei Jahre älter als ich. Wir skypen jeden Tag. Themen sind Mode, Musik und Jungen." Als ihre Austauschschülerin vor zwei Wochen in Alpen war, besuchten sie mit den anderen Austauschschülern den Archäologischen Park in Xanten, den Zoo in Duisburg sowie den Dom und das Schokoladenmuseum in Köln. Zudem hospitierten die jungen Moldawier, die alle Deutsch sprechen, im Unterricht.

Umgekehrt hospitieren die Alpener Schüler, die nicht Moldawisch sprechen, in einer Schule in Copceac, wenn der Empfang am Samstagabend und die Ausflüge mit den Familien am Sonntag vorüber sind. "Der Empfang dort ist immer sehr herzlich", freut sich Edith Catrein-Diering schon. "Die Menschen sind dort sehr gastfreundlich."

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Während ihre fünf Schüler bei den Gastfamilien und in den Schulen sind, ist sie für den Verein "Hilfe für Copceac" unterwegs, den sie gründete, nachdem vor zehn Jahren der Lehrer- und Schüleraustausch mit dem moldawischen Dorf begann. "Wir haben dort eine Sozialstation aufgebaut", erzählt die Schulleiterin, wie sie die Armut in dem 10 000-Einwohnerdorf mildert. "Eine Ausgabestelle für Kleidung und ein Lager sind vorhanden. Eine kostenlose Ausgabe von Mahlzeiten ist geplant. Ich hoffe sie läuft 2014 an."

In der Zeit, in der ihre Schüler im Schüleraustausch sind, wird sie Gespräche mit Behörden führen und Verträge aushandeln. Etwas von der Armut werden auch die Alpener Realschüler mitbekommen. In der nächsten Woche werden sie einen Nachmittag in der Copceacer Kolchose verbringen. Dort haben sie Weintrauben zu pflücken.

(got)