Rheinberg: Frühstück mit den Nachbarn

Rheinberg : Frühstück mit den Nachbarn

Das gesellige Beisammensein im Zelt ist am Montag feste Tradition im Ablauf des Ossenberger Schützenfestes. Die Gemeinschaft "Schloßstraße Süd" hat dabei die Fäden der Regie fest in den Händen.

Das Frühstück im Ossenberger Festzelt ist längst fester Bestandteil des Schützenfestes. Schon am Morgen parken Fahrradkolonnen am Zelt, in dem die gute Laune schier greifbar ist: "Halb Ossenberg ist hier vertreten. Das wird von Jahr zu Jahr mehr", freut sich Schützenpräsident Wolfgang Dröttboom. Mit von der Partie ist beispielsweise Renate Janßen. "Ich bin mit meinem drei Töchtern verabredet", erzählt sie. Das Frühstück bei den Ossenberger Schützen will sie auf keinen Fall verpassen und auch nicht die gemütliche Runde mit den Nachbarn.

Der Blick über die Tische bestätigt: Überall wird gefrühstückt, die Geselligkeit wirkt schon am frühen Morgen ansteckend. Der Montag innerhalb des Schützenfestes ist gut aufgestellt. Nach dem Frühstück werden die etwa 50 Kindergartenkinder des Katholischen Kindergartens vom Fanfarencorps abgeholt. "Danach haben wir verschiedene Ritterspiele vorbereitet", erzählt Karina Wittmann vom Verein Gemütlichkeit. Für sie gehört die Kinderbelustigung einfach zum Schützenfest dazu: "Die Kinder haben richtig Spaß und lernen früh das Ossenberger Brauchtum kennen."

Einen strammen Arbeitseinsatz hatte Beate Opgenorth bereits am Montagvormittag hinter sich. Seit 7 Uhr wurden Brötchen geschmiert, die Nachbarschaft Schloßstraße-Süd hat bis zum Eintreffen der ersten Frühstücksgäste bereits ganze Arbeit geleistet. "Einige haben sich sogar Urlaub genommen, um heute dabei zu sein", meint Beate Opgenorth.

Frau der ersten Stunde ist Helga Lohbeck. Sie kann sich noch gut an das erste Frühstück vor über 20 Jahren erinnern. "Wir haben damals überlegt, wie wir den Montag gestalten und das Zelt mit Leben füllen können. Der Vorschlag, ein gemeinsames Frühstück zu veranstalten, kam bei einer Mitgliederversammlung. Und das haben wir dann einfach ausprobiert."

Schnell schloss sich damals auch die Frage an, wer das Ganze organisiert. "Ich habe mich sofort bereiterklärt", erzählt Helga Lohbeck, die zum damaligen Zeitpunkt Pumpenmeisterin der Schloßstraße-Süd war. "Ich konnte auf unsere Frauen setzen und wusste, die würden hinter mir stehen."

Schon das erste Frühstück war von Erfolg gekrönt. "Für uns war der Montag gerettet", meint Helga Lohbeck heute. Mittlerweile ist das Team gewachsen, rund 500 Brötchenhälften werden geschmiert und mit Käse und Wurst belegt, die Kaffeemaschinen sind im Dauereinsatz.

(RP)
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