Frauen-Fahrrad-Kurs in Rheinberg: Noch werden Fahrradspenden gebraucht

Integration in Rheinberg : Für Frauenkurs werden noch Fahrradspenden gebraucht

Zwölf Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern, die die Berufsintegrationsmaßnahme der Tuwas-Genossenschaft besuchen, lernen das Fahrradfahren.

„Fahrradfahren lernt man als Kind von den Eltern oder mit Freunden und Geschwistern.“ Das ist die Theorie und oft auch die schöne Praxis – in Deutschland. Aber was, wenn man es als Kind nicht lernen konnte, weil es im Herkunftsland als nicht mädchenhaft galt, Rad zu fahren? Zwölf Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern, die die Berufsintegrationsmaßnahme der Tuwas-Genossenschaft am Melkweg unter der Leitung von Birgit Kraemer besuchen, lernen vom 12. bis 23. August Fahrradfahren. Gemeinsam mit Sarah Bernstein, Integrationsfachkraft, und Nicole Weber F. Santos, Klimaschutzmanagerin – beide von der Stadt Rheinberg – wurde ein 14-tägiger Fahrrad-Crashkurs entwickelt.

Das nötige Know-how kam von einem Radprojekt der türkischen Gemeinde in Hamburg, die das Unterrichtsmaterial „Unabhängige Mobilität – aber sicher!“ bereitstellt sowie von Volker Vorländer, der in Moers Radfahrkurse für Erwachsene anbietet und dem Rheinberger Kurs Tretroller und Laufräder in der Erwachsenenversion ausleiht.

Neben praktischen Übungen stehen auch Stunden zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr auf dem Plan. Karl-Heinz Lochen von der Fahrradwerkstatt am Melkweg und Arnold Hüsch vom Lastenradprojekt des Vereins Klimatisch rücken mit Werkzeug an, um mit den Frauen kleinere Reparaturen durchzuführen. Damit die Teilnehmerinnen nach dem Kurs mit dem Rad mobil sein können, sollen sie zum Kursende ein gebrauchtes Fahrrad erhalten. „Um möglichst jede Frau mit einem gebrauchten Fahrrad aus dem Kurs zu entlassen, bitten wir Rheinberger, gebrauchte Fahrräder für den Fahrradkurs zu spenden, möglichst mit niedrigem Rahmen oder tiefem Einstieg“, so Bernstein. Die Räder können auch defekt sein. Spenden-Räder können vormittags bei Birgit Kraemer am Melkweg 5 abgegeben werden.

Zum Ende des Kurses können hoffentlich alle Frauen so sicher fahren, dass sie an der vom ADFC angebotenen Abschlussradtour mitradeln können. Bei erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die teilnehmenden Frauen ein Zertifikat.

Rückfragen und Informationen bei Birgit Kraemer, Tuwas-Genossenschaft, Telefon 0176 4599 7440, per Mail integration@tuwas-genossenschaft.de; bei Sarah Bernstein Integrationsfachkraft der Stadt Rheinberg, Telefon 02843 1710, sarah.bernstein@rheinberg.de oder beim Klimaschutzmanagement der Stadt Rheinberg, Telefon 02843 171-498, klimaschutz@rheinberg.de.

(RP)