Frank Tatzel nimmt die Kritik der Grünen nicht hin.

Politik in Rheinberg : Tatzel wehrt sich gegen Kritik der Grünen

Bürgermeister Frank Tatzel will die massive Kritik an der Verwaltung nicht hinnehmen. Die Grünen bemängelten insbesondere den Umgang mit Ehrenamtlern.

Bürgermeister Frank Tatzel und die Stadtspitze wollen die massive Kritik an der Verwaltung nicht hinnehmen. Die Grünen-Politikerinnen Barbara Ettwig, Ursula Hausmann-Radau und Karin Wolk hatten ihren Unmut darüber geäußert, wie insbesondere mit Ehrenamtlern umgegangen werde. Dabei bezogen sie sich unter anderem auf Unstimmigkeiten im Seniorenbeirat (wir berichteten).

„Wieder einmal werden Behauptungen von den Grünen in den Raum gestellt, die nicht den Tatsachen entsprechen. Dies sei sehr bedauerlich, passe jedoch zu der aktuell gängigen Kommunikationspolitik der Partei. „Wäre die Verwaltung vor dem Gang zur Presse gefragt worden, hätte man vieles richtig stellen können“, sagt Rosemarie Kaltenbach.

So verwundern die von den Grünen in ihrem Antrag formulierten Forderungen, seien sie doch bereits 2014 durch den Beschluss der „Richtlinien für die Arbeit des Seniorenbeirates“ vom Rat erfüllt worden. Dass die Seniorenbroschüre in diesem Jahr neu aufgelegt wird, sei den Grünen ebenfalls bekannt. Im Sozialausschuss sei über die vom damaligen Sprecher des Seniorenbeirates, Klaus Oesterwind, vorgelegten Mängel zwar kontrovers diskutiert worden. „Dass dies aber frech und unangemessen war, wird offenbar nur von den Grünen so empfunden“, heißt es aus dem Stadthaus. Daraus dann noch abzuleiten, es fehle der Verwaltung an Wertschätzung für die ehrenamtlich Tätigen, sei „definitiv falsch und entspricht nicht dem Bild, welches die Ehrenamtler von der Stadtverwaltung haben“.

Die Verwaltung arbeite immer gerne und erfolgreich mit ehrenamtlich Tätigen zusammen, denn deren Impulse seien enorm wichtig für das Miteinander in Rheinberg. Dass es bei dieser Arbeit auch ab und an zu Differenzen kommen kann, „ist natürlich möglich. Diese werden jedoch immer offen und fair ausgetragen“.

Besonders Bürgermeister Frank Tatzel betont, sich für das Ehrenamt einzusetzen. Tatzel nehme, soweit es sein Terminkalender erlaube, an zahlreichen Veranstaltungen teil. Sei das nicht möglich, schicke er die stellvertretenden Bürgermeister Peter Maaß und Karin Winkel. So sei Winkel bei der genannten Jubiläumsfeier der Orsoyer Feuerwehr gewesen. „Es ist meines Erachtens sehr bedenklich, dass die Grünen das Erscheinen der stellvertretenden Bürgermeisterin Karin Winkel noch nicht einmal zur Kenntnis genommen haben“, so Frank Tatzel.

Zusammenfassend könne man sagen, dass Tatzel beim Neujahrsempfang nicht nur das Ehrenamt lobend hervorgehoben habe, sondern auch eine Transparenz und bessere Kommunikation von Verwaltung und Politik sowie Bürgern mit auf seine Agenda gesetzt hatte. „Die gesamte Verwaltung steht für offene Gespräche immer zur Verfügung. Es wäre wünschenswert, dass alle Parteien an einem Strang ziehen – zum Wohl aller Bürger.

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