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Flüchtlingshilfe Alpen feiert fünftes Sommerfest in Unterkunft am Passweg

5. Sommerfest der Flüchtlingshilfe Alpen : Der Beginn einer neuen Zeitrechnung

Die Flüchtlingshilfe Alpen wird am Sonntag ihr fünftes Sommerfest feiern. Eingeladen sind alle Geflüchteten, Helfer und Interessierte. Gleichzeitig vollzieht der Verein einen Namenswechsel und richtet den Blick damit noch stärker nach vorne.

Am kommenden Sonntag, 8. September, feiert die Flüchtlingshilfe Alpen zum fünften Mal ihr „Internationales Sommerfest“. Eingeladen sind alte und neue Bekannte, Freunde und Nachbarn sowie alle, die gerne dabei sein möchten.

Wie in jedem Jahr will die Flüchtlingshilfe mit dieser Veranstaltung Menschen zusammenbringen und neben den vielen Helfern und Geflüchteten neben ihrem Alltag auch einen gemeinsamen Feiertag bieten. „Wir wissen und haben immer wieder erlebt, dass Integration nur gelingen kann, wenn man sich begegnet, sich austauscht und kennenlernt. Integration auf Distanz gibt es nicht. Sie ist immer ein – im wahrsten Sinne des Wortes – Entgegenkommen“, sagt Patrick Depuhl, der Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Alpen.

Gefeiert wird in diesem Jahr rund um den Garten und Platz der Unterkunft am Passweg. Vom Bahnhof kommend ist es das nächste Gebäude hinter der neuen Feuerwache. Wer also alte Freunde wieder treffen oder auch erstmals neuen begegnen möchte, „ist auf‘s Herzlichste eingeladen, bei Alpens internationaler Community mitzufeiern“, so Depuhl. Gerne mitgebracht werden können süße oder herzhafte Speisen von Kartoffelsalat über Falafel bis hin zu einem Kuchen. Außerdem bitten die Organisatoren darum, der Umwelt zuliebe Teller und Besteck selbst einzupacken. Den Grill und Getränke, ebenso wie Slush und Popcorn, stellt die Flüchtlingshilfe.

  • Pfarrer Hartmut Becks (li.) und seine
    Gottesdienst : Alpenmusik live im Gottesdienst
  • Heute am Feiertag haben viele Museen
    Veranstaltungstipps Düsseldorf : Feiertag!
  • Bei der Vorstellung der CD „Home.
    Alpen : Musik zwischen Abenteuer und Wunder

Zudem wird eine Hüpfburg aufgebaut sein, in Zweierteams kann Spikeball gespielt werden, Henna wird angeboten und ein iranischer Fotograf wird vor Ort sein. Und auch für Musik ist gesorgt. Leroy Johnson, bekannt vom Projekt „Home. Alpenmusik“, ist zu Gast. Und wer mitsingen möchte, kann bereits am Vortag (Samstag, 7. September) um 18 Uhr zum Passweg kommen. Dort formiert sich ein kleiner „Sommerfestchor“, der das ein oder andere Lied von Judy Baileys Liedern einsingt. 

Astrid Kummer, die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe der Gemeinde Alpen, wird ebenso mitfeiern wie Sonja Böhm, die Nachbarschaftskoordinatorin, die sich für den Feiertag ein besonders Projekt ausgedacht hat, bei dem alle vor Ort mitmachen können. Wer beiden begegnen will oder fragen möchte, wie er sich in die Flüchtlingshilfe der Gemeinde einbringen kann, kann bei ihnen seine Fragen loswerden. Aber natürlich seien auch viele bereits aktive Helfer da, mit denen man sprechen und sich austauschen kann.

Zudem wird am Sonntag ein Namenswechsel vollzogen. Denn der Verein benennt sich in „Home. Flüchtlingshilfe Alpen e.V.“ um. 2014 hatte die Initiative für Geflüchtete in Alpen ihre Anfänge, 2015 „vereinte“ sie sich zur „Flüchtlingshilfe Alpen e.V.“. Der Namenswechsel soll laut Depuhl ausdrücken, dass es „i immer mehr darum geht, ein gemeinsames neues zu Hause zu schaffen. Für Menschen, die als „Flüchtlinge“ kamen, aber eben viel mehr als das sind. Und auch die Hilfe verändert sich, denn der Prozess ist komplex und immer mehr Hilfe geht auch von Geflüchteten selbst aus.“ Die Flüchtlingshilfe schaut gewissermaßen zurück auf das Kommen – „Home“ will konstruktiv nach vorne blicken.