Ferienkompass Rheinberg: Ein Besuch in der Unterwelt

Ferienkompass Rheinberg : Ein Besuch in der Unterwelt

Der Heimatverein Herrlichkeit führte Ferienkinder wieder durch die Roßmühle.

Altbewährtes sollte man nicht ändern, heißt es. Diese Marschroute verfolgt auch der Heimatverein Herrlichkeit Ossenberg. Schon seit 2007 veranstaltet er in jedem Jahr im Rahmen des Rheinberger Ferienkompasses einen Erlebnistag in der Roßmühle. Es spricht für das Angebot, dass es wieder kurz nach dem Meldebeginn für den Ferienkompass „ausverkauft“ war. Alle angemeldeten Kinder standen jetzt pünktlich vor der Roßmühle und wurden gleich angenehm überrascht: Denn im alten Gemäuer war’s anders als draußen angenehm kühl. Dennoch wurde einigen drinnen ganz heiß.

Es war wieder ein unvergessliches Abenteuer für die 14 Kinder aus Rheinberg, die das Ferienkompass-Angebot nutzten. Die Abenteurer zwischen sieben und zwölf Jahren, von denen mehrere schon öfter dabei gewesen waren, durften einen Nachmittag lang unter Führung von Reinhard Hug in die geheime Unterwelt mit engen, unterirdischen Gängen eintauchen, wo der große Geist von Rheinberg zu Hause ist.

Der Erlebnistag in der Roßmühle bot wieder eine tolle Phantasiereise. Den Kindern war schon etwas mulmig zumute, als sie durch eine alte Holztruhe ins unterirdische Reich des Geistes von Rheinberg abtauchen durften. Hier gab es Geheimgänge, verborgene Türen, Zauberspiegel und alte Truhen mit unbekannten Inhalten, die nur ertastet werden durften. Urzeitliche Relikte, schummriges Kerzenlicht und unheimliche Geräusche sorgten dafür, dass es dem einen oder anderen nicht immer ganz wohl in seiner Haut war. Hin und wieder verschwand auch schon mal auf geheimnisvolle Art und Weise ein Kind, um dann an anderer Stelle unversehrt wieder aufzutauchen.

Zum Schluss backten die Kinder im Innenhof bei kühlen Getränken an einem kleinen Lagerfeuer ihr Stockbrot. Dann durfte, wer wollte, noch den großen Geist von Rheinberg besuchen, der ein ganz lieber Geist ist und vor dem keiner Angst zu haben braucht. Für jeden gab es ein kleines Abschiedsgeschenk, bevor es traditionell nicht durch die Eingangstür, sondern über die Mauer des Innenhofes zurück ins richtige Rheinberg zurück ging.

(RP)
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