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Ferienkinder aus Alpen sind am Gipfel des Spaßes in Österreich

Ferienhilfswerk St. Ulrich : Am Gipfel des Ferienspaßes

14 Tage Abenteuer stehen bei der Lagerfahrt des Ferienhilfswerks St. Ulrich Alpen ins österreichische Mauterndorf an. Kurz vor Ende erzählen die jugendlichen Urlauber in einem Zwischenfazit von ihren Höhepunkten.

Als echte Alpen-Experten konnten die Jugendlichen des Ferienhilfswerks St. Ulrich die Behauptungen auf der Internetseite www.alpen-guide.de natürlich nicht einfach ungeprüft lassen, dass in Mauterndorf im Salzburger Land der Spaß vorprogrammiert sei. Also machten sie sich auf zur „Testfahrt“ nach Österreich. Auf dem Programm standen 14 Tage Abenteuer in der Natur. Kurz vor Ende der Ferienfreizeit gab’s nun ein Zwischenfazit für die Daheimgebliebenen. Die Experten-Meinung: Mauterndorf ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Die 13-jährige Zoé Voetee erzählt von ihrem persönlichen Höhepunkt: „Kletterpark mit See und Blobbing“, sagt das Mädchen aus Rheinberg kurz und keck. Auch das Schützenfest zum Bergfest, bei dem sie als Schützenkönigin geehrt wurde, fand sie lustig. Dabei trug sie sogar eine mit viel Herzblut von Betreuerin Astrid Pimingstorfer gestaltete Krone. „Das Essen ist hier echt super“, schwärmt die 13-Jährige weiter, voller Vorfreude auf Lasagne, Kartoffelgratin und Salat am Abend.

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Die zwölfjährige Annemarie Thissen kommt aus Geldern-Pont. Sie ist ohne Freunde angereist, hat aber ganz schnell welche im Ferienlager gefunden. „Das Lager ist wie ein Urlaub mit richtig guten Freunden“, sagt sie. Zustimmung bekommt sie von Kevin Wagner aus Menzelen. Der 15-Jährige war schon häufiger dabei. Im letzten Corona-Sommer habe ihm das Ferienlager sehr gefehlt, wie er sagt. „Die Disco, das Rumschreien mit Leuten, die ganzen Aktivitäten, die man in Mauterndorf machen kann, die Kulisse der Berge und die Lagergemeinschaft“ gehörten für ihn zu einem gelungenen Sommer dazu. „Die alten Jungs von damals sind auch dabei“, sagt er. In den vergangenen zwei Jahren sind alle größer und reifer geworden, „trotzdem haben alle genauso viel Spaß wie 2019 und 2018“.

Selbst Werner Moers und Erwin Hannemann, die als Busfahrer mit vor Ort sind, sind sich sicher, dass sie das Ferienlager als Kinder genossen hätten, wenn sie damals schon dabei gewesen wären. Schon allein wegen der „ganzen Aktivitäten, die den Kindern vom Schwimmen bis zu verschiedenen Sportmöglichkeiten geboten werden“. Beim zünftigen Berg- und Schützenfest zur Halbzeit des Lagers habe Moers zwar eine kleine Blaskapelle gefehlt, aber die ließe sich in Mauterndorf sicher auch noch gewinnen, sagt er. Erwin Hannemanns Highlight sind die vor Ort vielfach entstandenen Freundschaften. Er selbst könne sich auch gut in die Jugendgruppe integrieren, meint er.

Und was sagt die Lagerleitung? Vivien Jozwiak kommt zu einem ganz emotionalen Zwischenfazit: „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder aufgetaut sind. Egal, ob Junge, ob Mädchen, hier wird gemeinsam gespielt“, sagt die Betreuerin. „Es ist einfach schön zu sehen, dass eine gewisse Normalität hier im Lager stattfindet, trotz aller Umstände, die außerhalb des Lagers da sind. Hier steht der Spaßfaktor für alle ganz weit oben. Das haben alle, Kinder und Betreuer, in der letzten Zeit sehr vermisst.“

Diesen Gedanken grifft auch Pastor Dietmar Heshe auf, als er den Ferienlagerkindern zum Abschied aus Alpen einen virtuellen Reisesegen mit auf die Fahrt schickte. „Endlich, langersehnt“ gehe es wieder auf große Lagerfahrt, schrieb Heshe. „Ihr habt euch sicherlich sehr, sehr darauf gefreut, dass es endlich losgehen kann, nachdem im letzten Jahr schon keine Freizeiten haben stattfinden können.“ Er hoffe, dass die Teilnehmer gute Erfahrungen und gute Erlebnisse während der gemeinsamen Zeit des Ferienlagers sammelten. „Ich wünsche Euch Gottes Segen, und wenn die Kirche segnet, wünscht sie eigentlich das Beste, das man Menschen wünschen kann, eben dass alles auch gut sein wird, gerade in dieser besonderen herausfordernden Zeit“, so der Pastor.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das erleben Alpens Ferienkinder in Mauterndorf

(beaw)