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FDP wirbt für Feierabendmarkt in Alpen nach Vorbild Kempen und Gladbeck ​

Nach Besuch in Gladbeck und Kempen : FDP hält an Feierabendmarkt in Alpen fest

FDP-Fraktionschef Thomas Hommen besuchte Feierabendmärkte in der Region, um ihre Erfolgsmerkmale auszuloten. Sein Fazit: Gemeinsam mit dem Werbering ließe sich so eine Veranstaltung auch in Alpen erfolgreich realisieren.

Die Liberalen in der Gemeinde Alpen legen nach bei ihrem Vorschalg, den Ortskern durch einen Feierabendmarkt spürbar zu beleben. Bürgermeister Thomas Ahls wirft FDP-Fraktionschef Thomas Hommen vor, die Idee nur „ungenügend“ zu verfolgen. Es gebe in der Verwaltung immer noch keine konkrete Planungen.

Anders als der Bürgermeister, so Hommen, seien die Liberalen fest davon überzeugt, dass ein Feierabendmarkt für den Alpener Einzelhandel Anziehunsgkraft entfalte und eine Chance für die Entwicklung des Ortskern, des Einzelhandels und für die Bürgerinnen und Bürger darstelle. In diesem Zusammenhang äußert der Sprecher der FDP sein Unverständnis, dass der Bau von „Alpens neuer Mitte seit Monaten hängt und dem Einzelhandel zusetzt vermutlich sogar schwer schadet“.

Um sich persönlich ein Bild von Feierabendmärkten in der Nähe zu verschaffen, hat sich Alpens Dauer-Radler auf sein Velo geschwungen und ist nach Gladbeck und Kempen geradelt, wo monatlich ein solcher Feierabendmarkt veranstaltet werde. Dort traf er sich mit Gladbecker Ratskollegen und Parteifreunden aus Kempen, um sich aus erster Hand zu informieren.

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Der Feierabendmarkt in Gladbeck finde im Zwei-Wochen-Takt mittwochs ab 16 Uhr statt. „Umringt von einigen Essens-, Getränke- und Warenangeboten standen Bierzeltgarnituren und Stehtische inmitten des Geschehen, eine Hüpfburg für die Kinder war aufgebaut und aus Lautsprechern erklang aktuelle Musik“, beschreibt Hommen seine Beobachtungen.

Vor der Kulisse des historischen Rathauses und der etwa 300 Meter entfernten Fußgängerzone hätten sich zahlreiche Bürger bei bestem Wetter eingefunden und gekühlte Drinks und kulinarische Köstlichkeiten genossen. Zudem stellten sich ehrenamtliche Organisationen vor, warben für sich oder verkauften Karten für Veranstaltungen. Dieser Feierabendmarkt werde nicht von der Stadt organisiert, sondern sei von einem externen Gladbecker Eventveranstalter geplant. Die zuständige Dezernentin, so Hommen, habe berichtet, dass die aktuellen Besucherzahlen „sehr erfreulich“ seien und man nun abwarten wolle, wie sich das Geschehen entwickele.

Der Kempener Markt finde jeden ersten Mittwoch im Monat ab 17 Uhr statt – im Herzen der Stadt. Umringt von historischen Gebäuden finde sich ein etwas anderes, umfangreicheres Angebot an Speisen und Getränken, die an Bierzeltgarnituren oder Stehtischen genossen werden würden. Hier werde der Markt von einem Mitarbeiter der Verwaltung in Absprache mit dem dortigen Werbering organisiert. „Als Magnet für die Innenstadt“, so Hommen.

Für ihn steht fest: „Es braucht einen engagierten Kümmerer, eine ansprechende Lokalität, ein vernünftiges Angebot, gutes Wetter und vor allem den ernsthaften Willen, eine solche Veranstaltung auch durchführen.“ Gemeinsam mit dem Werbering ließe sich das auch in Alpen erfolgreich realisieren.

(bp)