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Familienfreundliches Alpen: Treff für die Jugend, Schulhof als Dorfplatz und ein Walderlebnis

Jugend in Alpen : Alpen will für seine Jugend hoch hinaus

Im Baugebiet Alpen-Ost soll ein Treffpunkt für Jugendliche entstehen, der Schulhof in Menzelen wird zum Dorfplatz und in der Bönninghardt entsteht ein Walderlebnispfad. Ein Überblick.

Nix los für Kinder und Jugendliche in Alpen. Die Klage ist nicht neu. Die Lücke zu schließen, hatten sich wahlkämpfende Politiker zuletzt wieder auf die Fahnen geschrieben. Unterdessen wird im Hintergrund emsig daran gearbeitet, hier wieder ein gutes Stück vorwärts zu kommen. Die Fäden laufen bei Janine Jakobs im Rathaus zusammen. Und das gleich für aktuell drei Projekte in den Ortsteilen: ein Angebot für Jugendliche im Baugebiet Alpen-Ost, eins im Umfeld des Waldspielplatzes auf der Bönninghardt und auf dem Schulhof in Menzelen. Alles Dinge, die schon länger auf ihrem Schreibtisch liegen, und bei denen es nun vorangeht, wie Janine Jakobs im Gespräch mit der Redaktion berichtet.
Neubaugebiet Alpen-Ost Die Abdeckung mit Spielgelegenheiten für die Kleinsten im Umfeld gilt als ausreichend. Hier sieht man im Rathaus keinen weiteren Bedarf. Anders sieht’s mit Angeboten aus für ältere Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16. Hier hat sich die Kümmerin für Familienfreundlichkeit im Rathaus mit dem Kinderschutzbund kurzgeschlossen und eine Umfrage auf den Weg gebracht, um zu ermitteln, was sich der Nachwuchs, der die Grundschule hinter sich hat, wünscht. Die Bedarfsermittlung trifft auf großes Interesse.

Janine Jakobs ist auf allen Kanälen unterwegs, um Kinder und Jugendliche da abzuholen, wo man sie findet. Auf Facebook beispielsweise. Den Fragebogen kann man sich selbstverständlich auf der Seite der Gemeinde „Alpen begeistert“ herunterladen. Auch an alle Sekundarschüler sind vor den Herbstferien Bögen ausgeteilt worden. „Verrate uns, was dir wichtig ist, was dir fehlt oder was du gut findest“ – So werden die jungen Alpener und Alpenerinnen aufgefordert, ihr Kreuzchen zu machen. Die Möglichkeiten reichen von diversen Sportspielen über Skaten bis hin zu „Chillen auf dem Rasen“. Auch ein W-Lan-Anschluss zum Musikhören steht auf dem Wunschzettel.

Man kann nicht nur einfach ankreuzen oder mit Worten ausdrücken, wie ein idealer Treffpunkt aussehen soll. Auch Zeichnungen, Bilder, Fotos und Links zu guten Beispielen kann man bis Ende des Monats noch ans Rathaus schicken.

Der Förderantrag zum Umbau des Schulhofs Menzelen ist gestellt. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Die Resonanz auf die Befragung ist erstaunlich groß. Mehr als 250 ausgefüllte Bögen sind schon zurück, täglich kommen weitere dazu. Sie sollen alle im November ausgewertet werden, um zu sehen, in welche Richtung gedacht werden kann. Janine Jakobs ist „sehr gespannt“, was da aufs Tapet kommt. „Klar, wir können kein Kino oder eine McDonalds-Filiale bauen oder eine Skater-Arena anlegen“, sagt sie, „aber darunter ist sicher einiges möglich, um die Altersklasse zu erreichen und stärker an den Ort zu binden.“

Schulhof Menzelen
Die Pläne zur Umgestaltung des Schulhofs in Menzelen, der gerade in diesen regenreichen Herbsttagen oft zur Seenplatte mutiert, sind ein gutes Stück weiter. Der Förderantrag ist gerade abgeschickt. Es müssen aber noch Unterlagen nachgereicht werden. Wenn alles gut geht, kommt das Okay für die Förderung für das mit rund 180.000 Euro kalkulierte Projekt, bei dem die Bevölkerung wegen der Corona-Krise auf digitalem Weg eingebunden worden ist, noch in diesem Jahr. „Wenn alles gut läuft, kann im Frühjahr die detaillierte Ausführungsplanung beauftragt werden“, heißt es aus dem Bauamt. In der zweiten Jahreshälfte, so die optimistische Einschätzung, könne es dann an die Umsetzung gehen.

Walderlebnispfad auf der Bönninghardt
Konkret voran geht’s auf der Bönninghardt, wo der Magnet Waldspielplatz um eine pädagogisch wertvolle Attraktivität reicher werden soll. Wie berichtet, soll Kindern an sieben Stationen der Lebensraum Wald auf spannende und bewegende Art nähergebracht werden. Die Aufträge zur Umsetzung der Pläne des von Leader geförderten Projekts hat der alte Rat noch erteilt. Die erste Baubesprechung hat stattgefunden. Im November soll’s losgehen. „Es sieht gut aus“, sagt Jakobs.