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Fallobst muss nicht weggeworfen wergen: ein Rezeptvorschlag aus Alpen

Hobbyküche in Alpen : Geschäftsfrau wirbt für Rezeptideen mit Fallobst

Viele ärgern sich, wenn auf Streuobstwiesen das Fallobst verfault und Wespen anlockt. Doch es gibt leckere Möglichkeiten, es zu verwerten.

Die Äpfel sind reif, und wenn sie nicht gepflückt werden, fallen sie, der Schwerkraft gehorchend. Rund um den Ratsbongert im Dahlacker wurde jetzt Unmut laut, weil Fallobst auf der Streuobstwiese Wespen anlockt. Von dort ist der Weg für die unliebsamen Flieger zum Spielplatz nicht weit. Andererseits: Fallobst gehört zum Lebensraum einer Streuobstwiese, meint Marion Böhnke. Sie hat sich Gedanken gemacht und macht einen Rezept-Vorschlag, wie man Fallobst sinnvoll und auch lecker verwerten kann.

Die Alpener Geschäftsfrau ist gar der Meinung, dass sich glücklich schätzen kann, wer in diesen Tagen Zugang zu einer Streuobstwiese hat. Es dauere zwar bei manchen Sorten noch etwas, bis Äpfel und Birnen richtig reif sind, aber auch unreifes Obst lasse sich gut zu kleinen Köstlichkeiten verarbeiten und müsse nicht entsorgt werden.

 Ihr Vorschlag: ein ganz einfaches Grundrezept für Apfel-Crumble, das in vielen Variationen gezaubert werden kann. Kinder würden bei der Zubereitung gern helfen. Streuselkneten sei ein großer Spaß. Wenn man Crumble direkt im Marmeladenglas backe, lasse sich der Kuchen gut transportieren und aufbewahren. „Er schmeckt aber auch warm sehr gut – und noch besser mit einem Klecks Schlagsahne“, so Marion Böhnke.

Man braucht: ca. ein Kilogramm gut geputztes Fallobst (Äpfel oder Birnen), eine halbe Zitrone, für die Streusel 150 Gramm braunen oder weißen Zucker, 150 Gramm Butter, 250 Gramm Mehl, Zimt, Marzipan-Rohmasse, Schokolade nach Geschmack und sechs gut gespülte Marmeladengläser (je 330 Milliliter).

Zubereitung: Das Fallobst gut waschen, beim Schälen schadhafte Stellen herausschneiden, in ca. zwei Zentimeter große Stücke schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Die Marmeladengläser bis zum Rand mit den Äpfeln füllen. Butter, Zucker und Mehl mit Händen oder Knethaken zu krümeligen Streuseln verarbeiten und aufs Obst geben. Die Gläser dürfen richtig voll sein, da beim Backen alles zusammen fällt. Nach Belieben Marzipan, Schokolade und/oder Zimt dazu geben und bei 180 Grad backen, bis die Streusel leicht braun sind. Das dauert rund 20 Minuten. Die Gläser werden  nach dem Backen mit einem Deckel verschlossen.

(bp)