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Faeland und Mo Stienen traten im To Hoop in Rheinberg auf

Musikszene in Rheinberg : Mystischer Rock in elbischen Sprachen

Die Band Faelend mit Sängerin Mo Stienen war jetzt zu Gast im Alpsrayer Szenelokal To Hoop. Für die Frontfrau war’s so etwas wie ein Heimspiel.

Das Alpsrayer Szenelokal To Hoop beschert im Sommer kultige Highlights. So auch am Wochenende mit der Band Faelend, die Sami Durak auf seine Bühne holte. Mittlerweile ist es nach der Zwangspause der dritte Auftritt für die siebenköpfige Band aus dem Gelderland im Rahmen ihrer Release-Tour. Sie hat sich Tolkien und dem mystischen Rock mit den Kunstsprachen Sindarin und Quenya, den so genannten elbischen Sprachen, verschrieben. Für Sängerin und Frontfrau Mo Stienen ist Alpsray ein Heimspiel, verriet sie im RP-Gespräch.

Im Gepäck hatte die Band ihr neues Album Seasons and Mysteries. „Wir haben die Corona-Zeit für uns genutzt und 15 Songs geschrieben“, erzählt Steinen. Die Arbeit im Studio musste während der Pandemie mit Einzelaufnahmen neu organisiert werden, die dann zusammen abgemischt wurden. Von erschwerten Bedingungen spricht sie, wie andere Bands und Chöre auch. Der Vorteil liege auf der Hand. Diese Arbeit habe zusammengeschweißt, gepaart mit dem Wissen, dass es wieder öffentliche Auftritte vor Publikum geben werde, so Sängerin Mo.

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Entstanden ist ein dreisprachiges Album in englischer, elbischer und deutscher Sprache. Anders als in J.R.R. Tolkien Sechs-Jahreszeiten-Kalender „sind es bei uns vier Jahreszeiten, die wir verarbeitet haben und von denen wir erzählen. Wir nähern uns musikalisch und mit eigenen Worten der tolkienschen Welt an“, so Mo. So besingt sie stimmungsvoll in elbischer Sprache den Spaziergang durch den Wald, den Winter, wenn das Eis bricht und der raue Wind über die Landschaft streicht. Und wie verabredet, weht zu dem Zeitpunkt ein Sommerwind durch die Bäume im Biergarten vom To Hoop. Zwei Single-Auskopplungen, ‚Heal me‘ und ‚Gelre‘, sind bereits erschienen. Seit 2009 ist die Band in der Szene unterwegs und bei Konzerten und Events zu erleben. Keltisch-europäische und asiatische Melodien sind das Kennzeichen der Band Faelend, wie auch außergewöhnliche Instrumente wie die japanische, bis zu zwei Meter lange Koto-Harfe. „Unsere Musik lädt zu einer Seelenreise ein. Der Niederrhein ist dazu wie gemacht“, sagt Mo. Die Band wurde mehrfach ausgezeichnet. Für den 3. September ist der nächste Auftritt in  Straelen geplant.

(sabi)