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Rheinberg: Evangelische Gemeinde Orsoy zurück in ihrer Kirche

Rheinberg : Evangelische Gemeinde Orsoy zurück in ihrer Kirche

In einem feierlichen Einzug kehrte die evangelische Kirchengemeinde Orsoy nach umfassenden und monatelangen Renovierungsarbeiten am Sonntag wieder zurück in ihre Kirche.

Und bei aller Freude über den Wiedereinzug betonten sowohl Uwe Klein als Pfarrer der evangelischen Gemeinde wie auch Wolfgang Schmitz, Seelsorger der katholischen Pfarre, dass gerade durch die Baumaßnahmen die Verbundenheit beider Gemeinden noch tiefer und stärker wurde.

Der festliche Akt begann nämlich mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche. Sie war in den letzten Monaten auch den Protestanten ein zu Hause. "Ihr seid bei uns nicht nur Gast gewesen, auch wir wurden durch Euch sehr bereichert", sagte Pfarrer Schmitz, "habt Dank für dieses gute Miteinander."

Schwester Theodore bestätigte: "So wichtig es war, die Steine wieder aufzubauen, so wichtig war es, Ökumene zu leben." Ganz selbstverständlich begleiteten auch die katholischen Gemeindemitglieder die Protestanten beim Wiedereinzug in die evangelische Kirche, während die Kirchenglocken wieder läuteten.

Dort konnten die zahlreichen Gäste den renovierten Kirchenraum noch völlig unbestuhlt auf sich wirken lassen. Pfarrer Klein hieß die Gäste willkommen und baute nach und nach den Altartisch mit den mitgeführten Utensilien der Gemeinde wieder auf. Die Kerzen wurden entzündet, die Bibel und das Gesangbuch, die Taufschale und der Abendmahlskelch aufgestellt. Der Posaunenchor Orsoy begleitete diesen festlichen Moment.

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"Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich erträumen lässt", würdigte Architekt Prof. Dr. Dr. Wolfgang Deurer, der die Sanierung leitet, den Wiedereinzug mit einem Zitat aus Shakespeares "Hamlet". Zwar seien die Baumaßnahmen noch nicht fertig, der Sieg allerdings sei nicht mehr zu nehmen.

In allen Reden wurden vor allem die Verbundenheit und das gute Miteinander beider Gemeinden herausgehoben. Schirmherrin Marie Luise Fasse betonte: "Das, was wir hier leben, Ökumene, ist das, was, die Welt zusammenhält, Frieden und Freiheit gewährt." Superintendent Ferdinand Isigkeit ergänzte: "Mögen die Amtskirchen noch hinterherhinken, wir machen unser eigenes Ding."

(beaw)