1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Europaschule Rheinberg: Applaus für 70 legendäre Abi-Pioniere

Europaschule Rheinberg : Applaus für 70 legendäre Abi-Pioniere

Der erste Jahrgang der Rheinberger Europaschule ist durch: 70 junge Damen und Herren haben am Freitagnachmittag ihre Abitur-Zeugnisse erhalten. Ihr Motto: „Abiflix – die erste legendäre Staffel“.

Einzigartig und legendär – so beschrieb Norbert Giesen, scheidender Direktor der Rheinberger Europaschule, den ersten Abi­tur-Jahrgang der Gemeinschaftsschule, die nach den Sommerferien eine Gesamtschule sein wird. „Ihr habt es geschafft“, rief Giesen den 70 jungen Frauen und Männern zu und gratulierte ihnen von ganzem Herzen zu ihrem Erfolg. Nach der vierten Klasse seien sie 2011 von verschiedenen Grundschulen mit ganz unterschiedlichen Empfehlungen in das damals brandneue Schulsystem gekommen, seien von engagierten Lehrern neun Jahre gefördert worden und hätten jetzt das Ziel erreicht. Giesen: „Wir alle freuen uns mit euch und sind sehr stolz auf euch.“

Legendär sei der Pionier-Jahrgang aus mehreren Gründen. Zum einen, weil es eben der erste Jahrgang sei. Zum anderen wegen der Sondersituation Corona. Homeschooling, lernen auf digitalem Wege, das habe alles gut geklappt. „Aber trotzdem“, so Giesen, „eine optimale Vorbereitung auf das Abitur sieht anders aus.“ Doch so sei das nun einmal: Das Leben laufe selten so, wie man es sich wünsche, betonte der Schulleiter, der seinen Ruhestand bewusst ein Jahr herausgezögert hatte, um den ersten Abi-Jahrgang der Schule noch persönlich verabschieden zu können.

Zum Song „The Final Countdown“ waren die Hauptdarsteller am Freitagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen aufmarschiert, empfangen von vielen Gästen (in erster Linie den Eltern) und dem Kollegium. 14 der 70 Absolventen haben auf ihren Zeugnissen eine Eins vor dem Komma stehen. Alle Achtung!

„Jetzt habt ihr das Rüstzeug für den nächsten Bildungsabschluss“ sagte Giesen. „Wir wünschen euch, dass ihr euren Weg macht. Und ihr seid an der Europaschule immer willkommen.“ Auch Bürgermeister Frank Tatzel gratulierte. „Sie alle hätten eine rauschende Abi-Feier in der Stadthalle verdient gehabt, aber leider hat die Corona-Pandemie Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Er forderte die jungen Leute dazu auf, in der Gesellschaft eine aktive Rolle zu übernehmen und die Möglichkeiten der Mitwirkung bewusst zu nutzen.“ Tatzel: „Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Ihr Engagement, Ihre Ideen und Ihre Energie werden gefragt sein.“

Als Vorsitzender des Zentralen Abi­tur-Ausschusses verabschiedete sich der stellvertretende Schulleiter Karsten Schmidt mit einem selbstverfassten Gedicht und einer munteren Rede von den Abiturienten. Lars Hinrichsen, Vorsitzender des Fördervereins, wählte das „Glas des Lebens“ als Rahmen für seine kurzweilige Rede. Bälle, Sand und Wasser als Umschreibung für unterschiedlich bedeutsame Dinge des Lebens passten nur in ein Glas, wenn man sie in dieser Reihenfolge einfülle.

Aufgeteilt nach ihren Leistungskursen erhielten die Europaschul-Pioniere dann ihre Zeuignisse. Ein Jahrgang, der so schnell nicht vergessen sein wird. Legendär eben, diese Abiturienten.