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Rheinberg: "Es lohnt sich mitzumachen"

Rheinberg : "Es lohnt sich mitzumachen"

Klaus Wittmann, Inhaber des Alpsrayer Tischlerei- und Zimmereibetriebs, hat den Innovationspreis des Meisterteams bekommen. Kundengewinnung und -bindung erschienen der Jury eine Auszeichnung wert zu sein.

Einige Kilo wiegt die gläserne Skulptur schon, die jetzt im Büro des Alprayer Tischlerei- und Zimmereibetriebes von Klaus Wittmann einen Platz hat. Der Betrieb ist seit zwölf Jahren Mitglied im Meisterteam, einer bundesweit aktiven Verbundgruppe, die die Handwerksbetriebe der Glaser, Tischler und Metallbauer seit 30 Jahren fördert.

Ansporn für die Mitglieder

Zum ersten Mal wurde dieser Innovationspreis ausgeschrieben, sollte Ansporn für die Mitglieder sein, mehr Transparenz und Fachkompetenz nach außen zu zeigen. "Mitmachen statt zuschauen" lautete das Motto der Ausschreibung, die dem Alpsrayer Mittelständler auf den Tisch geflattert war. Kreative Ideen zur Kundengewinnung und Kundenbindung waren gefragt, die eine Jury nach marketingrelevanten Kriterien bewertete.

Für Klaus Wittmann war die Teilnahme nach einigen Überlegungen schnell klar. "Ich hatte ja einiges zu bieten", meint er. Energetische Gebäudesanierung ist das neue Thema des Betriebes. Seit einiger Zeit hat der 47-Jährige am Bahnhof in Rheinberg eine rund 300 Quadratmeter große Dauerausstellung mit Zimmertüren, Fenstern und natürlichen Dämmstoffen. Die Ausstellung erweist sich als praktisch, "weil ich mit Kunden konkret ein Angebot durchsprechen kann."

Sechstägige Mitarbeiterschulung

Gleichzeitig beschrieb Wittmann in seinen Teilnahmeunterlagen die sechstägige Mitarbeiterschulung, wonach der Betrieb als Umsetzungspartner für energetische Gebäudesanierung zertifiziert wurde. Die freiwillige Weiterbildungsmaßnahme war ein Angebot des Meisterteams. Zu diesen kundenorientierten Angeboten stellte Wittmann noch ein weiteres. Ein neutraler Referent hatte zum thematischen Schwerpunkt "Energetische Sanierung" im November im Ausstellungsraum interessierte Kunden informiert.

Informationen vom Fachmann und dem engagierten Handwerksbetrieb erreichten das angestrebte Ziel. "Wir konnten unser Wissen beim Kunden direkt anbringen. Das hat gut funktioniert", meint Wittmann, wie jetzt die konkreten Anfragen zeigen. Immerhin will eine Investition bis zu 60 000 Euro gut überlegt sein. Zu allem kamen Werbemaßnahmen wie eine Messepräsenz in Rheinberg und kontinuierlich geschaltete Anzeigen.

Die umgesetzten Ideen samt beigefügter Dokumentation überzeugte die Jury. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Klaus Wittmann mit dem zweiten Preis inklusive 2000 Euro ausgezeichnet. Gestiftet wurde der Innovationspreis vom Geschäftsführer der Frerichs-Glas-Gruppe in Verden, Reinhard Cordes. Er ist Mitbegründer des Meisterteams. Wittmann: "Es lohnt sich mitzumachen." Klar, dass der Alpsrayer 2012 wieder dabei ist.

(RP)