Erster interkultureller Tag der Stadt Rheinberg findet am 28. September statt

Interkultureller Tag in der Stadthalle : Rheinbergs bunte Vielfalt erlebbar machen

Vereine und Organisationen veranstalten am 28. September einen Interkulturellen Tag in der Stadthalle. Das Motto lautet „Zusammen leben – zusammen wachsen“.

(erko) Vor gut einem Jahr hat der Rat das „Konzept zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“ beschlossen. Eine arg sperrige Bezeichnung. Mit einem interkulturellen Tag unter dem Motto „Zusammen leben – zusammen wachsen“ möchte der Arbeitskreis Integration das Konzept am Samstag, 28. September, von 11 bis 16 Uhr in der Stadthalle „erlebbar“ machen.

„Wir hätten natürlich eine Fachtagung mit Podiumsdiskussionen abhalten können, aber wir wollten das Thema abwechslungsreich und für Familien interessant machen“, sagt Sarah Bernstein vom Fachbereich Jugend und Soziales. Mit dabei ist neben der AWO-Flüchtlingsberatung, der Caritas und der Nachbarschaftsberatung auch die Genossenschaft Tuwas. „Unsere Frauen haben Rucksäcke, Taschen und Kinderkleidung aus alten Hemden und Tischdecken genäht, die bieten wir ebenso an wie Fingerfood aus aller Herren Länder“, erklärt Biggi Krämer. Wem das schmeckt, darf es am heimischen Herd nachkochen, denn die Tuwas-Damen haben dazu inzwischen ein Kochbuch erstellt.

Für die Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach ist das Engagement der Genossenschaft enorm wichtig: „Das ist ein beispielhaftes Angebot für Frauen, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Die Rheinberger Tafel ist ebenfalls mit im Boot. „Sie weisen darauf hin, dass die Besucher gerne haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel mitbringen und spenden dürfen“, so Kaltenbach. Außerdem ist die ZUE Orsoy mit selbstgenähten Sitzbezügen und Tischdecken dabei und die Fachwerk GmbH bietet Insektenhotels an. Sarah Bernstein freut sich auf einen absoluten Höhepunkt: „Judy Bailey übernimmt den musikalischen Part. Sie wollte auf jeden Fall dabei sein.“ Kinder dürfen sich auf das Spielmobil der Stadt freuen, mit lustigen Henna-Tattoos nach Hause gehen oder an einer Kinovorführung in fünf Sprachen teilnehmen. „Wir hoffen, dass möglichst viele kommen und sehen, wie bunt wir in Rheinberg eigentlich sind. Dann kann hier vieles zusammenwachsen“, versichert Pastoralreferent Werner Koschinski.

Für diese bunte Vielfalt steht sicherlich auch der ebenfalls mitwirkende AWO-Kindergarten. Kaltenbach: „Es ist der internationalste Kindergarten der Stadt, derzeit sind dort Kinder aus 17 Nationen angemeldet.“ Sarah Bernstein weist darauf hin, dass es den Organisatoren auch darum gehe, darüber zu informieren, was in Rheinberg an Integrationsarbeit geleistet wird. Ein Beispiel dafür ist Jussef Jussef. Vor wenigen Jahren noch Dolmetscher der Flüchtlings-Fußballmannschaft Inter Rheinberg, ist er heute deren Trainer. „Inter Rheinberg ist inzwischen die zweite Mannschaft des TuS 08 geworden, da hat die Integration schon gut geklappt. Wichtig ist es, aufeinander zuzugehen.“

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