Rheinberg: "Erste Wahl aus zweiter Hand"

Rheinberg: "Erste Wahl aus zweiter Hand"

"Wohneigentum steht hier auch weiterhin hoch im Kurs", sagen die Immobilien-Experten derSparkasse am Niederrhein. Aber es gibt einen Trendwechsel: weniger Neubauten, mehr "Gebrauchtobjekte".

"Eigentlich ist alles so wie immer: Wir wollen Häuser und Wohnungen verkaufen", bekannte Sparkassen-Vorstand Franz-Josef Stiel gestern ganz offen und lieferte so auch die Begründung dafür, dass die "Sparkasse am Niederrhein" zur zum mehr 18. "Immobilia" einlädt. Und doch wird manches anders sein bei der Immobilienmesse, zu der das größte Kreditinstitut im Kreis Wesel am 20. und 21. März seine Geschäftsstelle an der Bahnhofstraße in Rheinberg öffnet: Es wird viel weniger neu gebaut als noch vor fünf oder sechs Jahren – zugleich ist die "Second-Hand-Immobilie" inzwischen auch deshalb erste Wahl, weil sehr viele interessante Objekte auf den Markt kommen, sagt Abteilungsdirektor Walter van Berk.

154 Objekte verkauft

Die oft zitierte These vom "toten Immobilienmarkt" – am Niederrhein hat sie nach Überzeugung der Sparkasse keinen Platz. Franz-Josef Stiel: "Wohneigentum steht hier auch weiterhin hoch im Kurs." Walter van Berk belegt das durch Zahlen: "Wir haben im vorigen Jahr 154 Objekte im Gesamtwert von gut 20 Millionen Euro verkauft". Quer durch alle Segmente, vom Einfamilienhaus über Geschäfte und Resthöfe bis zu Tiefgaragenstellplätzen. Insgesamt mehr als im Jahr zuvor.

Oft günstige Angebote

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Warum das Neubauvolumen schrumpft, beschreibt Udo Heise, einer von fünf Immobilienmaklern der Sparkasse am Niederrhein am Beispiel der Stadt Rheinberg: "Im ganzen Jahr 2009 gab es hier nur 33 Baugenehmigungen für Neubauten." Die großen Baugebiete seien Vergangenheit. Statt dessen verkaufen ältere Menschen ihre zu groß gewordenen Häuser zugunsten von seniorengerechten Wohnungen in Stadtnähe. Im Bestand der Häuser aus den 50-er und 60-er Jahren fänden Käufer oft günstige Angebote, bei deren Sanierung sie selbst Hand anlegen und so manchen Euro sparen könnten. Nach den Erfahrungen der Finanzkrise seien Immobilien außerdem auch für Kapitalanleger wieder eine echte Alternative.

Das Preisniveau auf dem Immobilienmarkt am Niederrhein bewertet Franz-Josef Stiel als stabil. "Die Investition in die eigenen vier Wände ist damit nicht nur dauerhaft solide, sondern bringt auch einen immensen Zuwachs an Lebensqualität mit sich", so der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Nicht zuletzt deshalb entschieden sich nach wie vor auch jüngere Menschen für einen Immobilienkauf, wenn sie im Beruf Fuß gefasst hätten.

Solche "Einsteiger" fänden im Angebot der Immobilia ebenso das Passende wie Interessierte, die aus Altersgründen vom Eigenheim mit großem Garten in eine Eigentumswohnung wechseln möchten.

(RP)