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Rheinberg: Erste Einblicke in die alte Reichel-Villa

Rheinberg : Erste Einblicke in die alte Reichel-Villa

Eigentümer Ursula und Achim Schwutke informierten in Rheinberg über das Konzept der "International School of Life".

"Ich bin ganz überwältigt von dem Interesse", sagte Ursula Schwutke. Die neue Eigentümerin der "Reichel-Villa" und Leiterin der noch zu gründenden privaten Grundschule an der Kiefernstraße am Annaberg freute sich über den gewaltigen Andrang beim ersten Tag der offenen Tür auf dem Anwesen des früheren Textilfabrikanten Herbert Reichel, der sein rund 1100 Quadratmeter großes Wohnhaus auf 40 000 Quadratmeter großem Grundstück in den fünfziger Jahren bauen ließ.

Geschätzte 150 Besucher nutzten die Gelegenheit, Haus und Parkanlagen in Augenschein zu nehmen. Darunter waren viele alte Rheinberger, die Reichel als Chef oder Nachbarn noch persönlich gekannt haben, aber auch Anwohner und junge Eltern, die sich vor allem für das schulische Konzept interessierten. "Ich finde es spannend, dass hier eine neue Schulform entsteht. Da ich aus Dänemark komme, ist eine internationale Schule für mich sehr interessant", sagte Jannie Johannsen, die mit ihren Kindern Jeppe (6) und Laura (4) zum Tag der offenen Tür gekommen war.

"Ich bin direkte Nachbarin und daher natürlich interessiert zu erfahren, was hier passiert. Für Kinder ist das Gelände hier mitten im Wald optimal", meinte Nicole Donadt. Dieser Meinung ist offensichtlich auch Ursula Schwutke. Zwölf Jahre war die Pädagogin Rektorin einer Grundschule in Duisburg. Um ihren Traum von der eigenen "International School of Life" zu verwirklichen, suchte sie längere Zeit nach dem geeigneten Standort. Die alte "Reichel-Villa" hat sie auf Anhieb überzeugt.

Bei einem Rundgang über das Gelände stellte Schwutke ihre Pläne vor. Aus dem ehemaligen Teehaus soll ein Schachraum für die Kinder werden. "Schachspielen trainiert das strategische Denken und die Planungsfähigkeit", erklärte Schwutke. Tennisplatz und Pool sollen für den Sportunterricht genutzt werden. "Im AG-Bereich würde ich mich freuen, wenn wir Kooperationen mit den hiesigen Vereinen anbahnen könnten", sagte Schwutke. Das Schießhaus könne später zum Physik- und Chemielabor für die älteren Schüler ausgebaut werden.

Ziel ist der Beginn des Grundschulbetriebs mit den Klassen eins bis drei zum 1. August 2014. In zwei Jahren soll die "International School of Life", die ihren pädagogischen Schwerpunkt auf selbstbestimmtes und projektorientiertes Lernen legt, dann als weiterführende Schule bis zur zehnten Klasse ausgebaut werden. Als Konkurrenz zu bestehenden Grundschulen sieht sich die neue Privatschule nicht. "Wir wollen mit den Institutionen, Kindergärten und anderen Schulen vor Ort kooperieren", betonte Schwutke bei der Präsentation des Schulkonzepts.

(krsa)