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Ernteeinsatz auf dem Ratsbongert Alpen

Streuobstwiese in Alpen : Pfadfinder bringen auf dem Ratsbongert reiche Ernte ein

Wegen der langanhaltenden Hitzeperiode sind die Birnen und Äpfel der rund 160 Bäume auf der Streuobstwiese am Dahlacker in Alpen bereits reif. Auch die Allgemeinheit darf sich bedienen.

Auch wenn die Lehrbücher etwas anderes voraussagen, so stehen die Obstbäume auf dem Alpener Ratsbongert bereits in gutem Ernteertrag. Nährstoffreiche Böden und gute Pflege zeigen auch in diesem Herbst – trotz des dritten Trockensommers in Folge – gute Erfolge. Die Ernteerträge der meisten der gut 160 Bäume auf der Streuobstwiese am Dahlacker stehen der Allgemeinheit zur Verfügung.

Nur wenige der Obstbaumpaten haben ihre Bäume mit einem roten Band versehen und damit signalisiert, dass sie das Obst ihrer Patenbäume selbst ernten möchten. Da aufgrund der langanhaltenden Hitzeperiode viele Apfel- und Birnenbäume bereits erntereif sind und ihr Obst abwerfen, haben nun die Alpener Pfadfinder ihre Gruppenstunden an den Ratsbongert verlegt und in einem großen Ernteeinsatz gemeinsam mit Aktiven des Alpener Naturschutzbundes (Nabu) eine reichhaltige Ernte eingefahren. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 16 Jahren halfen an drei Tagen mit großem Engagement, verwertbares Fallobst und Frischobst von den Bäumen zu ernten.

Dieses wurde dann zur van Nahmen Sammelstelle am Haus- und Gartenmarkt Menzelen gebracht. Den Dank für ihren Einsatz in Form von van Nahmen Streuobstwiesensäften durfte jede Gruppe in ihrem Quartier im Nepicks Garten genießen. Über ihren Ernteeinsatz konnten die Alpener Pfadfinder zugleich die Bedeutung von Regionalvermarktung und regionalen Wertschöpfungsketten am eigenen Leib erfahren.

„Die Ernte hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei und ernten dann hoffentlich das Obst für die Nabu-Mosterei am Alpener Streuobstwiesenfest, das ja dieses Jahr wegen Corona leider ausfallen muss“, sagte Anja Frings, Vorsitzende der Alpener Pfadfinder.

Eine weitere Möglichkeit, regionales Obst in Wert zu setzen, bietet die Internetseite www.streuobst-niederrhein.de. Dort kann jeder sein überzähliges Obst anbieten. „Diese Seite ist die digitale Antwort auf die oftmals am Straßenrand stehenden Ab-Hof-Verkaufsschilder“, erklärt Nabu-Projektleiter Christian Chwallek. In der Rubrik Marktplatz können Obst, Nüsse und mehr kostenlos angeboten werden. Man kann auch nach speziellen Obstsorten suchen. „Diese Seite lebt von Angebot und Nachfrage, wichtig ist eine rege Nutzung für die private Vermarktung von regionalen Erzeugnissen von heimischen Obstsorten“, ergänzt Chwallek. Ökologisch wertvolles Obst von regionalen Erzeugern – ein kleiner aber schmackhafter Beitrag zum Klimaschutz.

(RP)