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Erfolgereiche Premiere für Foodtruck-to-go auf Ossenberger Dorfplatz

Event in Rheinberg : Warteschlangen vor den Food-Trucks

Eine vielversprechende Premiere: Deutlich mehr als 3000 Gäste waren auf dem Ossenberger Dorfplatz beim ersten Schlemmerfestival mit mobilen Küchenwagen. Die Begeisterung über die Genüsse war groß. Auch das Wetter passte.

Immer der Nase nach. So lautet der wegweisende Rat für auswärtige Gäste des ersten Ossenberger Street-Food-Marktes-to-go. Über dem Dorfplatz lag ein Duft, der magisch anzog und allein schon für Speichelfluss sorgte. Ein satter Hauch aus einem Mix von Reibekuchen, Waffeln, Knoblauch, Meeresfrüchten, Fisch und Fleisch schwebte über den mobilen Gourmet-Tempeln. Mit Liebe zum Detail kümmerten sich die kreativen Köche um nicht alltägliche Genüsse und Speisen.

Vor den Food-Trucks bildeten sich daher teils recht lange Warteschlangen, aber alles auf Abstand, mit viel Geduld und Maske. Die Corona-Schutzvorschriften gaben das Prozedere des Marktes vor, wie auch den verpflichtenden Verzehr außerhalb des Dorfplatzes. To go eben. Bei solch einer Fülle an Angeboten zum Mitnehmen fiel die Entscheidung schwer.

„Das Ambiente und die Auswahl sind schon besonders. Gibt es nicht überall“, meinte Christian (43). Er startete bei Profikoch David Freitag an dessen Bear‘s Streetfood, „weil schon der Food-Truck so gut aussieht. Ich bin gespannt“, sagte er. Am Rande des Dorfplatzes ließ sich Maartin (37) einen Lachs-Burger mit Bacon schmecken. Nach einer Radtour mit Sportsfreund Robert (39) sorgte der Street-Food-Markt für den richtigen Abschluss. „Gut finde ich, dass solch eine Veranstaltung überhaupt möglich ist und uns ein bisschen Normalität zurückgibt Auch das Wetter passt“, so Maartin über die ausgezeichneten äußeren Bedingungen. Schnell kam das Gespräch auf die Angebote, kulinarische Raffinessen wie etwa karamellisiertes Sauerkraut. Beide fanden die Portionen und Preise angemessen. „Sie sind teurer als ein Imbiss mit Fritten, dafür eben außergewöhnlich wie auch die Food-Trucks selber“, lobte der Radler.

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Zwei Tage lang schlemmten die Gäste, ließen es sich gut gehen, trafen bei Cocktails, Wein, Bier und Kaffee Bekannte und Freunde wieder. Am Sonntag lockte zusätzlich eine Oldtimer-Show. 25 Fahrzeuge waren zunächst gemeldet. Zu bestaunen gab es dann weit über 50 alte Schätzchen, die sich auf dem Kirchplatz präsentierten.

Die Bilanz der Street-Food-Markt-Premiere fiel bei Gästen und Ausstellern ausgesprochen positiv aus. „Wir haben am Samstag mit rund 500 Gästen gerechnet. Gezählt haben wir 1800, die sich bis in den Abend gut verteilt haben“, sagte Mitorganisator und Marktmeister Carsten Kämmerer (48). Insgesamt besuchten 3300 Gäste den Dorfplatz mit 17 Ausstellern, die aus dem Umkreis von 40 Kilometern nach Ossenberg gekommen waren. Verständlich, dass weit vor Schluss die Betreiber der Food-Trucks an beiden Tagen „ausverkauft“ meldeten und bereits Warennachschub herbeischaffen mussten.

Einen Favoriten unter den fahrenden Köchinnen und Köchen gab’s nicht, „weil alle Trucks keine Massenware, sondern etwas Besonderes zu bieten hatten. Es gab sogar Leckerbissen aus Kuba und Venezuela“, so Kämmerer. „Wir haben supermotivierte Köche aus der Region erlebt, bei denen Leidenschaft fürs Handwerk und Begeisterung für Gäste spürbar sind“, so Kämmerer.

Eine Herausforderung war die neue Corona-Schutzverordnung, die am Wochenende in Kraft getreten war. Sorge machten vor Wochen bei der Vorbereitung unter anderem die steigenden Infektionszahlen nach Ferienende. „Wir haben bis zur letzten Minute planen müssen“, so Kämmerer, der die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt lobt. „Mit dem Zusatz ‚to go‘ waren wir auf der sicheren Seite. Unsere Gäste haben sich sehr diszipliniert gezeigt.“

(sabi)