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Empörung über RB 31: Bürgermeister aus Rheinberg und Xanten sollen handeln

Ärger über Verspätungen : Empörung über RB 31: Bürgermeister sollen handeln

Rheinbergs Bürgermeister Frank Tatzel soll sich mit seinen Amtskollegen aus Xanten, Alpen, Moers und möglicherweise auch Duisburg in Verbindung setzen und in einer konzertierten Aktion engagiert und mit Nachdruck auf die Probleme mit der Regionalbahnstrecke 31 zwischen Xanten und Duisburg aufmerksam machen.

Darauf pochen insbesondere Angelika Sand (CDU) und Jürgen Bartsch (Bündnis 90/Die Grünen). Im Haupt- und Finanzausschuss machten die beiden Kommunalpolitiker ihrem Ärger über die bestehenden Zustände Luft.

„Der 7.18-Uhr-Zug ab Rheinberg kommt jeden Morgen zu spät, mal 30, mal 20, mal zehn Minuten“, wutschnaufte Sand in der Sitzung. „Die Schüler kommen regelmäßig zu spät, das darf nicht sein. Können wir als Stadt da nichts machen?“ Für Bartsch ist es „ein Skandal, was da passiert. Die Verantwortlichen tun nichts, es werden Alternativen angeboten, die keine sind. Deshalb müssen die Bürgermeister der Anrainer-Kommunen jetzt handeln.“ Tatzel forderte er auf, nach Berlin oder zum VRR zu fahren und die Probleme noch in dieser Legislaturperiode zum Dauerthema zu machen. Bartsch: „Wir können nicht einfach sagen, dass man nichts machen kann. Die Strecke ist ein Rückgrat. Wenn die irgendwann wegfällt, ist das eine Katastrophe.“

Herbert Becker (FDP) stimmte den Einschätzungen seiner Kollegen zu: „Wir müssen aktiv werden, der Zustand ist miserabel.“ Peter Tullius (SPD) empfahl, gut aufzupassen, wen man als Adressaten der Kritik wähle: „Für die Ertüchtigung der Strecke ist die Deutsche Bahn und nicht die Nordwestbahn zuständig, die die Strecke betreibt.“

Bürgermeister Tatzel zeigte Verständnis für die Empörung aus den Reihen der Politik. Er sagte nur so viel dazu: „Ich werde mich kümmern.“